„Menschen nicht am Grab stehen lassen“

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Pfarrer Werner Gutheil (Mitte), der neue Diözesanseelsorger für Trauernde, präsentierte gemeinsam mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Monsignore Christof Steinert (rechts) das neue Logo des Zentrums für Trauernde in Hanau.

Hanau ‐ Ein feierlicher Gottesdienst, zelebriert von Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, in der Stadtpfarrkirche Mariae Namen, war der Auftakt am vergangenen Samstag zur offiziellen Einführung von Pfarrer Werner Gutheil in sein neues Amt als Diözesanseelsorger für Trauernde im Bistum Fulda. Von Katrin Shega

Der Posten eines Diözesan-Seelsorgers wurde eigens neu geschaffen, um die Trauerarbeit im Bistum mehr auszubauen und vorhandene Angebote besser zu koordinieren. Dazu gehört auch das „Zentrum für Trauernde“ in der Rhönstraße 8, das im Laufe des Oktobers eröffnet wird. Mit viel ehrenamtlichem Engagement wurde hier ein liebevoll gestalteter Ort geschaffen, der Platz für Gruppentreffen und Einzelgespräche bietet. Das „Zentrum für Trauernde“ bietet ein vielfältiges Angebot vom gemeinsamen Kochen in der ausschließlich über Spenden finanzierten Küche oder Entspannungsübungen bis zu autogenem Training. Das Zentrum für Trauerarbeit benötigt monatlich rund 600 Euro. Damit das Angebot aufrechterhalten bleiben kann, hat sich ein Verein zur Förderung von Trauerarbeit gegründet.

Pfarrer Werner Gutheil wurde aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Trauerarbeit und als Aus- und Weiterbilder von Trauerbegleitern für diese Position ausgewählt. Dreizehn Jahre war Werner Gutheil Klinikpfarrer am Klinikum Hanau. Auf ihn und andere Bürgerinnen und Bürger aus Hanau geht die Entstehung des Kindergrabmales auf dem Hanauer Hauptfriedhof zurück und die damit einhergehende Betreuung der Eltern, die ein Kind verloren haben. Eine von Pfarrer Gutheils Leitlinien lautet: „Die Menschen nicht am Grab stehen lassen“.

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