300 Millionen für die City

Hanau ‐ Mit den neuen Immobilien, die auf dem Grundstück des früheren Karstadt-Warenhauses und des Sporthauses Barthel entstehen sollen, wächst die Gesamtsumme, die infolge des Wettbewerblichen Dialogs in die Hanauer Innenstadt von privater und öffentlicher Hand investiert werden auf rund 300 Millionen Euro. Von Dirk Iding

Lediglich etwa zehn Prozent davon stammen aus öffentlichen Kassen, rechnete Oberbürgermeister Claus Kaminsky gestern vor. Mit diesen Investitionen werde Hanau einen riesigen Schub bekommen mit entsprechenden Steuereinnahmen. Für den Stadtkämmerer steht daher fest: „Der Wettbewerbliche Dialog ist damit auch ein Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts.“

Ausdrücklich gelte das auch für das geplante Brüder-Grimm-Kulturzentrum, das am Schlossplatz vorgesehen ist, über dessen Realisierung aber noch nicht entschieden wurde. OB Kaminsky ließ allerdings gestern erkennen, dass er sich auch für dieses Projekt stark machen werde.

„Als Brüder-Grimm-Stadt ein Zeichen setzen“

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„Als Brüder-Grimm-Stadt könnten wir damit ein Zeichen setzen“, so Kaminsky. Er erinnerte daran, dass HBB verpflichtet sei, ein Tagungshotel am CPH zu bauen, sollte die Stadt das Brüder-Grimm-Haus realisieren. Mit einem Hotel könne das Defizit des Congress Parks jährlich um 200.000 bis 250.000 Euro reduziert werden. Kaminsky rechnet fest damit, dass sich der Betrieb eines als Kindermuseum konzipierten Brüder-Grimm-Kulturzentrums selbst tragen würde, zumal Investor HBB als Betreiber mit im Boot wäre. In einer bei der Sparkasse angesiedelten Stiftung seien bereits 2,5 Millionen Euro für die Realisierung des Brüder-Grimm-Zentrums angespart worden.

Weniger euphorisch über ein Brüder-Grimm-Kulturzentrum äußerte sich hingegen FDP-Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold. Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage müsse man Kosten und Nutzen eines solchen Projekt sehr genau überprüfen. „Entschieden ist da noch überhaupt nichts“, so Piesold.

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