1,4 Millionen Euro für neue Mensa

Hanau - Baustart an der Lindenauschule / Gebäude soll zum Schuljahresbeginn 2009/10 fertiggestellt sein

Großauheim Spaghetti, das gab ein Lindenau-Schüler dem Oberbürgermeister mit auf den Weg, Spaghetti seien sein Leibgericht. Und die, so versprach Claus Kaminsky, wird es sicher auch in der künftige Mensa der Großauheimer Lindenauschule geben. Bis in dem Neubau freilich etwas serviert werden kann, wird es noch etwas dauern. Derzeit ist nur die Baugrube zu sehen, wo gestern der erste Spatenstich für das Projekt stattfand. Bis zum Schuljahresbeginn 2009/2010, so das ehrgeizige Ziel, soll die Mensa fertig sein.

Knapp 1,4 Millionen Euro wird der teilweise zweistöckige Trakt kosten, der im hinteren Schulhofbereich an das Gebäude der ehemaligen Förderstufe angebaut wird - „in einer Architektur der Sachlichkeit“, wie Stadtrat Ralf-Rainer Piesold formulierte. Der Stil werde sich an der neuen Mensa der Hohen Landesschule orientieren.

Bis zu 150 Schüler sollen in der 350 Quadratmeter neuen Lindenau-Mensa Platz finden, zu der ein 22 Quadratmeter großer Thekenbereich für die Essensausgabe sowie eine Küche mit 60 Quadratmetern gehören werden. Gekocht wird dort freilich nicht, nur erwärmt. Die Mittagessen für die Lindenau-Schüler sollen nach wie vor von einem Caterer angeliefert werden.

Der Neubau beendet ein Provisorium des Mittagstischs an der integrierten Gesamtschule.. Vor zwei Jahren wurde das Essensangebot im Rahmen des Konzepts „Gesamtschule nach Maß“ eingeführt. Die Essensausgabe erfolgt derzeit im Vorraum der Mehrzweckhalle.

Der jetzige Baubeginn sei „der Startschuss in eine neuen Zeit“ an der Lindenauschule, so deren Leiter Claus Stöckle. Denn in Zukunft böten sich auch „neue pädagogische Möglichkeiten“, etwa um das Modell „aktive Mittagspause“ auszuweiten und die heterogene Schülerschaft weiter zusammenzuführen.

Die Lindenauschule, die Ende der 70-er, Anfang der 80-er Jahre nicht den besten Ruf hatte, so erinnerte OB Claus Kaminsky beim Spatenstich, hat sich „dank der großartigen Arbeit an der Schule“ seit vielen Jahren eine gute Reputation erworben und ist längst „eine in der ganzen Region hoch angesehene Schule“ (Kaminsky).

Dies drückt sich auch in der großen Nachfrage aus. Für das laufende Schuljahr lagen mehr als 300 Anmeldungen vor, davon von einem Gutteil an Schülern, die von außerhalb Hanaus kommen. Damit verzeichnete die Lindenausschule, an der 1200 Schüler unterrichtet werden, die zweitgrößte Nachfrage aller weiterführenden Schulen in Hanau. In den sechs Eingangsklassen konnten schließlich 180 Schüler aufgenommen werden. Die integrierte Gesamtschule umfasst eine gymnasiale Oberstufe.

Die Arbeiten für den Mensa-Neubau sollten eigentlich schon laufen. Der Start verzögerte sich aber witterungsbedingt. Stadtrat Piesold: „Wir wären schon etwas weiter, aber bei minus 18 Grad ging das nicht.“

Während mit dem Bau in Großauheim nun begonnen wird, sind zwei weitere Mensa-Projekte in Planung: für das Karl-Rehbein-Gymnasium, das für fünf Millionen Euro saniert werden soll, und für die Otto-Hahn-Schule, deren Grundsanierung samt Neukonzeption der Naturwissenschaften auf insgesamt 14 Millionen Euro veranschlagt ist.

In diesem Jahr steckt die Stadt in Bauunterhaltung, Sanierung und Neubau von Schulraum rund 15 Millionen Euro. Dazu soll ein Schub über das Konjunkturförderprogramm kommen, die Rede ist von einer Investitionssumme von nochmals mehr als 20 Millionen Euro (wir berichteten). Um dies voll auszuschöpfen, müsste Hanau sein komplettes Schulprogramm der kommenden Jahre auf 2009 vorziehen. Denn die Baumaßnahmen aus dem Konjunkturpaket müssen bis Ende 2010 abgeschlossen sein, so Piesold.

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