Victoria Heldenbergen will auch 2020 Nidderauer Stadtmeister werden

Mission Titelverteidigung

Nidderau – Lange mussten sie warten, nun soll im zweiten Jahr in Serie der Titel her: Gastgeber Victoria Heldenbergen richtet von Montag bis Sonntag den Nidderauer Fußball-Stadtpokal aus und hat nach dem Titelgewinn 2019 auch in diesem Jahr wieder große Ambitionen. „Wir haben nach gefühlt 100 Jahren endlich mal wieder die Stadtmeisterschaft gewonnen und werden auch dieses Jahr wieder alles daran setzen, den Titel zu verteidigen. Das wird aber schwer, weil Ostheim das Ding auch immer gewinnen will“, sagt der zweite Vorsitzende Ulrich Stechno.

Für ihn sind die Rollen relativ klar verteilt: „Es wird wahrscheinlich wieder zwischen Heldenbergen und Ostheim entschieden.“ Im direkten Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr hatten sich beide Teams 1:1 getrennt. Die Victoria gewann nur aufgrund des besseren Torverhältnisses.

Wie Windecken abschneiden wird, vermag Stechno nicht einzuschätzen. „Ich weiß nicht, wie sie sich verstärkt haben“, sagt der zweite Vorsitzende, der den beiden anderen Teilnehmern aus Erbstadt und Eichen nur Außenseiterchancen einräumt.

Weil die Victoria in dieser Saison ihr 110-jähriges Bestehen feiert, wollte Stechno die Stadtmeisterschaft eigentlich noch größer aufziehen. Die Zusagen vieler Teams hatte er schon. Dann funkte die Corona-Pandemie dazwischen und das aufgeblähte Turnier musste abgesagt, die Teilnehmerzahl wieder reduziert werden.

So stehen sich von diesem Montag an die fünf üblichen Verdächtigen gegenüber: Den Auftakt macht der Gastgeber aus Heldenbergen, der die SKG Erbstadt empfängt. Ostheim spielt erstmals tags darauf gegen den KSV Eichen. Unter der Woche findet von Montag bis Freitag jeweils eine Partie um 18.30 Uhr statt. Am Samstag gibt es dann ab 15 Uhr zwei Partien zu sehen. Am Sonntag sind es ab 14 Uhr sogar drei, mit dem letz- ten Spiel zwischen Ost- heim und Heldenbergen ab 17.30 Uhr. Gespielt werden immer 90 Minuten.

Die Umsetzung des Hygienekonzepts hat der gastgebende Klub bereits beim mit 3:2 gewonnenen Testspiel gegen den FC Ober-Rosbach geprobt. „Das hat alles super funktioniert“, sagt Stechno. Samstags und sonntags will der Klub die Kabinen zwischen den Partien reinigen lassen, wenn diese von mehreren Teams an einem Tag genutzt werden. Die Lüftungsanlage werde zudem laufen und für Frischluftzufuhr sorgen.

Auch in Sachen Zuschauer ist der Klub gut vorbereitet: Die Bereiche auf der Tribüne und um den Platz herum sind bereits präpariert, sodass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Beim ersten Testheimspiel gegen Ober-Rosbach hatten sich 45 Zuschauer in die Kontaktliste eingetragen – dieses Mal könnten es gerade am Wochenende mehr werden.

Der Aufwand ist aus Stechnos Sicht aber überschaubar: „Wir sind wie sonst auch mit vier oder fünf Leuten im Einsatz. Es ist nur ein bisschen mehr zu tun“, meint der zweite Vorsitzende.

Von David Lindenfeld

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare