Autor vom Projekt der HSG Hanau angetan

Mounir Zitouni: „Manchmal braucht es einen ungewöhnlichen Impuls“

Mounir Zitouni unterstützt das Projekt. F: Privat
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Mounir Zitouni unterstützt das Projekt der HSG Hanau.

Hanaus Handballer werben für Demokratie. Die HSG Hanau startet zur neuen Saison mit vielen Projekten und besonderem Trikot-Logo.

Hanau – Die Handballer der HSG Hanau haben in ihr Demokratie-Projekt auch Mounir Zitouni eingebunden. Der ehemalige Fußballprofi, Journalist und Autor begleitet den Verein als zertifizierter Business-Coach bei der Umsetzung. Warum, erklärt der 50-Jährige im Interview mit unserer Zeitung.

Was, glauben Sie, kann die HSG Hanau mit dem Projekt bewirken?
Der Verein kann nach außen ein Signal setzen, dass er für Werte wie Demokratie und Respekt auch langfristig eintritt. Und er kann nach innen im Verein deutlich machen, dass er seit Jahren diese Prinzipien wie Respekt, Toleranz, Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit lebt. Jetzt geht es darum, das Miteinander noch mehr zu betonen und dass die Kinder und Jugendlichen von der Pike auf lernen, was es heißt, andere nicht auszugrenzen. Ein Verein wie die HSG Hanau ist prädestiniert, für solche Werte einzutreten.
Müssen sich gerade Vereine im Amateursport mehr für Demokratie und gegen Fremdenhass einsetzen?
Es geht darum, eine Vorbildfunktion zu haben. Dinge verändern sich nicht, wenn man nur nach anderen schaut. Man muss Dinge auch mal angehen und das tut die HSG Hanau. Natürlich ist dieses Projekt auch recht ungewöhnlich. Aber es ist ein deutliches Zeichen. Es braucht immer einen ersten Impuls, manchmal auch einen ungewöhnlichen, dass es zu einem vereinsübergreifenden Kooperationsprojekt kommt. Natürlich ist der Amateursport ganz nah an der Basis und kann viel besser mit den Menschen in Kontakt treten.
Wie kam der Kontakt zur HSG Hanau zustande?
Das war über Thomas Tamberg (Medienverantwortlicher der HSG, Anm. d. Red.). Wir haben uns vor Jahren kennengelernt, als wie beide noch als Journalisten tätig waren und sind in Kontakt geblieben. Als er mir von der Idee erzählt hat, fand ich diese Energie, diesen Einsatz und diese Leidenschaft sehr bewundernswert. Ich fand auch die erste Zusammenarbeit mit dem Vorstand sehr beeindruckend, wie ernst das genommen und diskutiert wird. Die Verantwortlichen merken selbst, dass sie sich da auch persönlich weiterentwickeln können.

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