Urteil von 2014 aufgehoben

Mutmaßliche Mafia-Mitglieder erneut vor Gericht

Hanau - Ein Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der kalabrischen Mafia beschäftigt erneut das Landgericht Hanau.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil aus dem Dezember 2014 aufgehoben und den Fall an die Erste Strafkammer zurückverwiesen. Verhandelt wird deswegen am 6. März (9 Uhr), wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" darüber berichtet. Bei dem Prozess, der vor mehr als vier Jahren begann, ging es unter anderem um Drogenhandel, unerlaubten Waffenbesitz und Urkundenfälschung. Außerdem sollen die Angeklagten Wirte bedroht und gezwungen haben, ihnen Wein zu überteuerten Preisen abzukaufen. Das Landgericht ging deshalb von räuberischer Erpressung aus. Der BGH signalisierte aber, dass es sich höchstens um Nötigung handeln könne. Die 5. Strafkammer habe seiner Zeit nicht berücksichtigt, wie viel der Wein wert war. Für die erneute Verhandlung in Hanau sind keine Zeugen geladen, auch nicht der betroffene Wirt der Kleinen Parkwirtschaft aus Hanau-Wilhelmsbad. Sein Lokal war von Unbekannten niedergebrannt worden. Tatverdächtige ließen sich nicht ermitteln. Geladen sind zur erneuten Verhandlung zwei Angeklagte, die seiner Zeit Strafen von zwei Jahren auf Bewährung erhielten. (dpa)

Prozess gegen den „Lasermann“ in Frankfurt: Bilder

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion