Deutlicher Geburtenanstieg

Drillinge am Klinikum per Kaiserschnitt

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Oberarzt Dr. Helmut Sedlaczek (blaue Brille) und Oberarzt Dr. Bernhard Bungert mit Drilling Noah. 

Hanau - Drillinge haben kurz vor dem Jahreswechsel im Klinikum Hanau das Licht der Welt erblickt. Luis, Zoe und Noah wurden von Oberarzt Dr. Helmut Sedlaczek ohne Komplikationen per Kaiserschnitt entbunden. Die Babys wogen bei ihrer Geburt 1360, 1090 und 1140 Gramm.

Die Schwangerschaft sei trotz der Mehrlinge problemlos, verlaufen, teilt das Klinikum mit. Die Mutter wurde vor der Geburt schon von den Spezialisten für vorgeburtliche Medizin und spezielle Geburtshilfe der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe mitbetreut. Für den Fall einer vorzeitig notwendigen Geburt galt seit acht Wochen ein Notfallplan des Mutter-Kind-Zentrums (MKZ). Jetzt wurde die Schwangerschaft sicherheitshalber und geplant, was bei Drillingen aber nicht ungewöhnlich ist, vorzeitig nach 32 Schwangerschaftswochen beendet.

Im Klinikum Hanau kommen pro Jahr rund 1100 Kinder zur Welt. Im November 2011 wurden im Mutter-Kind-Zentrum Hanau sogar Vierlinge entbunden; Drillinge wurden zuletzt 2009 betreut. Das MKZ ist speziell eingerichtet für Risikogeburten wie bei Schwangerschaftsdiabetes, Frühgeburtlichkeit oder eben Mehrlingen. Es verfügt als einzige Klinik im Main-Kinzig-Kreis über die höchste Versorgungsstufe. Der Anteil der Mehrlingsgeburten in Deutschland ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist mittlerweile jedes 29. Neugeborene ein Mehrlingskind. Zugleich sinkt in Deutschland die Zahl der Geburten.

Entgegen dem bundesweiten Trend hat das Mutter-Kind-Zentrum des Klinikums Hanau deutlich steigende Geburtenzahlen aufzuweisen. Eine so erfreuliche Entwicklung wie jetzt gab es zuletzt 2005 – das Jahr nach Amtsantritt des Chefarztes, Privat-Dozent Dr. Thomas Müller. Mit einer Steigerung von 16 Prozent registrierte das Klinikum Hanau seinerzeit die höchste Geburtensteigerung aller Krankenhäuser im Rhein-Main-Gebiet.

„Der diesjährige Geburtenanstieg fällt ähnlich deutlich aus“, bilanziert die Leitende Hebamme, Tatjana Nicin, und freut sich über die erneut stark gestiegene Akzeptanz des Hauses bei werdenden Eltern. 17 Hebammen sind im Kreißsaal tätig, das Personal sei deutliche aufgestockt, Sprechstunden ausgeweitet worden.

ed

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