Segelverein Hanau startklar

Nach Frühjahrsputz: Segelboote glänzen wieder

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Rasenmähen, Boote schrubben und neue Segel aufziehen: Die Männer vom Hanauer Segelbootverein bereiten sich auf die neue Saison vor.

Hanau - Die beiden sogenannten Jollen mit ihren neuen Segeln sind startklar. Der Landungssteg am nahe gelegenen Mainufer ist mit Kunststoffpontons erweitert worden. Der Segelverein Hanau ist in die Saison gestartet. Von Dieter Kögel 

Unser Mitarbeiter war bei den Aufbau- und Instandsetzungsarbeiten dabei. Auf dem Grundstück unweit des Hanauer Tierheims wird der Rasen gemäht, die Jollen des Vereins werden gewaschen und mit brandneuen Segeln bestückt. Der flexible Landungssteg aus Kunststoff liegt schon auf dem Transportwagen, mit dem er ans nahe gelegene Mainufer gerollt und dort zu Wasser gelassen wird. Denn die dort neben der Slipanlage ruhende Metallkonstruktion ist nicht ausreichend, erklärt der Vereinsvorsitzende Kai Sennewald. Das Wasser am Rande des stationären Stegs ist nicht tief genug, um Spieß und Ruder am Boot zu verankern, und so ein Abtreiben noch vor dem Start zu verhindern.

Mitglieder des Segelvereins bringen einen neuen schwimmenden Steg in Position. Am stationären Metallsteg ist das Wasser nicht für alle Boote tief genug.  

„Da hat dann immer mal einer in den Büschen gehängt,“ erinnert sich Sennewald. Diese Zeiten sind mit dem Zusatzsteg vorbei. Auch Dank der Unterstützung durch die Stadt Hanau, die sich finanziell an der Anschaffung des flexiblen Stegs beteiligt habe. Rund 35 Mitglieder hat der Verein derzeit, der sich bereits in den 70er Jahren gegründet hat. Nicht alles aktive Segler, sagt Kai Sennewald, der um 2002 zum Verein gestoßen ist. „Ich war damals sehr scharf aufs Segeln.“ Und beim Hanauer Segelverein hatte er Gleichgesinnte gefunden, denen er sich anschloss. Und die Segelrunden auf dem Main zwischen Schleuse und Schloss Philippsruhe seien durchaus anspruchsvoll. Immerhin habe es der Segler mit Strömungen zu tun, mit wechselnden Winden, und auch mit Schiffsverkehr.

Wobei die wechselnden Winde immer wieder die größte Herausforderung seien. Auch bedingt durch die Biegungen des Flusslaufs oder den Uferbewuchs sorgten diese immer wieder für Überraschungen beim Segeln. Und in Höhe von Schloss Philippsruhe geschehe es nicht selten, dass die erhöhte Lage des Gebäudes die notwendigen Winde gänzlich abhalte und der Segler in der Flaute festhängt. Da ist dann Geduld gefragt. Denn das Boot mit dem an Bord befindlichen Paddel weiterzubewegen, das sei kaum möglich. Einige Vereinsmitglieder verfügen über eigene Boote, den anderen stehen die vereinseigenen, gerade frisch überholten Jollen „Calypso“ und „Sönnsche“ - das sind kleine, rundspantige Boote ohne Balkenkiel - zur Verfügung. Auf denen nehmen die Vereinsmitglieder auch gerne Segelinteressierte mit auf den Main. Zwar unterrichte der Verein nicht, sagt Kai Sennewald. Doch wertvolle Tipps für die Segelpraxis gebe es bei den Ausfahrten allemal.

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Beim Tag der offenen Tür am Samstag, 16. Juni, ab 13 Uhr stellt sich der Verein für alle Interessierten am Mainufer zwischen Schloss und Schleuse vor. Der Verein, unterstreicht Kai Sennweald, bietet auch für die weniger segelbegeisterten Mitglieder ein umfassendes Programm. Wie etwa bei einem Segelausflug an den Altmühlsee. Wer nicht aufs Wasser will, der kann Radeln oder Wandern. „Bei uns gibt es auch viele Aktivitäten abseits des Segelns,“ sagt Sennewald. Nähere Infos gibt es auf der Internetseite des Segelvereins. Mehr unter: www.segelvereinhanau.wordpress.com

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