19. Februar

Nach rassistischen Anschlägen in Hanau: Großzügige Spende an Familien der Terroropfer

Kerzen am Fuß des Brüder-Grimm-Denkmals zu Ehren der Opfer des 19. Februars
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Das Brüder-Grimm-Denkmal ist zu einer Art Gedenkstätte für die Opfer des 19. Februars geworden.

Am 19. Februar wurden neun Menschen Opfer eines rassistisch motivierten Anschlags. Nun hat die Pond Security Service GmbH eine Spende an die Familien der Terroropfer zugesagt.

Hanau – Ein herzliches Dankeschön hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky jetzt dem Unternehmen Pond Security Service GmbH für die großzügige Spende von 5000 Euro für die Familien der neun Terroropfer vom 19. Februar ausgesprochen. Im Rathaus begrüßte der OB den Firmengründer und Gesellschafter der Pond Security Service GmbH, Daniel Pond, dessen Frau Lori Pond sowie Geschäftsführer Engin Atmaca herzlich, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

„Aufgrund der Corona-Pandemie kommt mein Dank für Ihre Spende mit etwas Verspätung, aber dafür trotzdem von Herzen“, sagte der OB. „Geld kann den furchtbaren Verlust natürlich nicht aufwiegen, aber es kann helfen, die vielen Kosten zu decken, die die Familien zu tragen haben und so dazu beitragen, die vielen Sorgen zu lindern“, sagte Kaminsky weiter laut Mitteilung. Mit Hilfe der zahlreichen Spenden von mitfühlenden Bürgern und Unternehmen sei es glücklicherweise möglich gewesen, jeder Familie etwas finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.

Unternehmen sorgte nach den Anschlägen in Hanau für Sicherheit in der Stadt

Die Pond Security Service GmbH verfügt über rund 2700 Mitarbeiter und ist in Erlensee angesiedelt. Nach dem Terroranschlag sorgte das Unternehmen im Auftrag der Stadt für die nötige Sicherheit bei zwei großen Trauer- und Gedenkveranstaltungen. „Es ist erschütternd, wenn so etwas Schreckliches vor der eignen Haustür passiert“, sagte Daniel Pond, „aber die Reaktion der Menschen, die in den folgenden Tagen und Wochen großen Zusammenhalt demonstriert haben, hat mich beeindruckt. Und auch die Stadtverwaltung hat die Situation aus meiner Sicht sehr gut gehandhabt.“ Geschäftsführer Engin Atmaca betonte, er sei froh, dass das Unternehmen etwas zu Linderung der Situation habe beitragen können, „denn wir fühlen uns mit Hanau sehr verbunden.“ Kaminsky betonte, wie wichtig es für die Stadtgesellschaft sei, das Geschehen im Bewusstsein zu halten und nicht zu vergessen. „Wir müssen nun alle Stärke, Solidarität und Nächstenliebe zeigen, um daraus Kraft für die Zukunft zu schöpfen“, sagte der OB weiter laut Mitteilung. Daher plane die Stadt Hanau auch ein Gedenken an die Opfer in Form eines Kunstwerks an zentraler Stelle zu etablieren. cd

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