100 Wohneinheiten auf Gelände des früheren Rewe-Centers

Nächster Schritt zum Neubaugebiet

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Inzwischen längst geschlossen ist das Rewe-Center an der Karl-Kirstein-Straße. Es soll demnächst abgerissen werden, um Platz zu schaffen für ein Neubaugebiet.

Steinheim - Am Montag wird die Stadtverordnetenversammlung einen weiteren Beschluss auf dem Weg zur Bebauung des ehemaligen Rewe-Center-Geländes an der Karl-Kirstein-Straße fassen. Bereits gestern Abend beschäftigte sich der Steinheimer Ortsbeirat mit diesem Thema.

Schon im Juli 2015 hatte die Stadtverordnetenversammlung eine Teiländerung des bestehenden Bebauungsplanes Nr. 714.1. „Nordöstlich der Pfaffenbrunnenstraße“ sowie die Aufstellung des Bebaungsplans Nr. 714.1.1 „Karl-Kirstein-Straße“ im beschleunigten Verfahren nach Baugesetzbuch beschlossen. Nun soll das Bauleitverfahren als so genannter Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) weitergeführt werden. Das hatte der Vorhabenträger, die Deutsche Haus-Manufaktur Projektgesellschaft Hanau GmbH (Frankfurt) beantragt. Diese Gesellschaft ist ein Unternehmen der Lechner Group, an dem weitere Projektpartner beteiligt sind. Die Lechner Group ist ein mittelständisches Bauunternehmen mit 350 Beschäftigten, das sich unter anderem auf Projektentwicklung und schlüsselfertiges Bauen spezialisiert hat. Das Unternehmen will auf der zwei Hektar großen Fläche Reihen-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser errichten. Es sollen etwas mehr als 100 Wohneinheiten entstehen, die als Wohneigentum veräußert werden sollen. Die Verkehrserschließung wird über die Karl-Kirstein-Straße erfolgen.

Innerhalb des Quartiers ist eine kleinere Grünfläche geplant. Als problematisch hat sich die Nähe der künftigen Wohnbebauung zur viel befahrenen B45 erwiesen. Eine Lärmschutzwand soll die künftigen Bewohner vom Verkehrslärm abschirmen. Für deren Bau und für die Anlage eines Unterhaltungsweges muss der Geltungsbereich des Bebauungsplans allerdings geringfügig erweitert werden.

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Zur Zeit verhandeln die Stadt Hanau und der Vorhabenträger über einen Durchführungsvertrag zur Realisierung der Baumaßnahmen. In dem Vertrag sollen Vereinbarungen insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der Maßnahme innerhalb einer bestimmten Frist getroffen werden. Außerdem sollen Regelungen zur Herstellung der öffentlichen und privaten Straßen und Grünflächen innerhalb des Neubaugebietes, zur Herstellung eines aktiven Lärmschutzs sowie zur Haftung und Verkehrssicherungspflicht während der Bauzeit getroffen werden.

Stimmt das Parlament für die Offenlage des Bauleitplans, werden die Pläne sowie alle relevanten Unterlagen für die Dauer von mindestens einen Monat öffentlich ausgelegt, um insbesondere Bürgern die Gelegenheit zu geben, mögliche Bedenken gegen das Vorhaben zu äußern. Der Vorhabenträger geht vom Spatenstich im Frühjahr 2019 aus. (did)

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