Wasserfahrzeuge mit und ohne Motor mieten

Eine Bootsfahrt, die ist lustig

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Kanus, Tretboote und sogar Motorboote: Am Steg des Bootsverleihs an der Kinzigmündung wartet eine eindrucksvolle Charterflotte auf die Hobbykapitäne.  

Hanau - Sommerzeit – Ferienzeit. Zeit zum Durchschnaufen. Zeit zum Erholen. Zeit zum Spaß haben. Und dafür hat auch Hanau eine ganze Menge zu bieten. In unserer kleinen Serie „Sommer in unserer Stadt“ besuchen wir Orte in Hanau, die im Sommer besonders gefragt sind. Heute: Der Bootsverleih an der Kinzigmündung. Von Oliver Klemt 

Schloss Philippsruhe vom Wasser aus betrachten, zum Hafen schippern oder ein Paddel-Ausflug in die Natur – in Hanau liegt all das im Sommer näher, als mancher glaubt. Längst nicht alle, die Spaß und Abwechslung suchen, haben schon einmal vom Bootssteg an der Kinzig-Mündung abgelegt. Sollten sie aber. Seekrank dürfte niemand werden. Denn erstens hält sich der Wellengang auf Main und Kinzig in Grenzen. Nahe der Mainkurve unterhalb der Steinheimer Brücke ist es wenig wahrscheinlich, dass ein Binnenschiff mit Höchstfahrt vorbei zieht und gemeine Wellen schlägt. Zweitens ist das Ufer immer sicht- und manchmal sprichwörtlich greifbar – besonders auf der Kinzig, die in Höhe der Sparkassen-Hauptstelle die Philippsruher Allee unterquert und wenige Meter weiter in den Main mündet. Landeinwärts durchläuft das Flüsschen Naturschutzgelände und darf daher mit Motorbooten nicht befahren werden. Im Gegensatz zu den Kanus und Tretbooten, die man beim Aquafun-Bootsverleih stundenweise mieten kann.

Familienspaß mit dem Motorboot – eine von mehreren Möglichkeiten, die der Bootsverleih an der Kinzigmündung bietet.

Seit mehreren Jahren an der Kinzigmündung etabliert, hat der Mini-Hafen mit seiner eindrucksvollen Charterflotte auf jeden Fall seine Fans. Kaum haben sich an einem frühen Nachmittag mitten in der Woche bei 33 Grad im Schatten die Tore geöffnet, sind auch schon die ersten Kunden da. Eine Familie entert ein kleines Motorboot und widmet sich dem Ausflugsgepäck, das zumindest quantitativ wohl auch für eine Amazonas-Expedition getaugt hätte, während ein Mitarbeiter die Technik und die Verkehrsregeln auf dem Main erklärt. Nur dort nämlich dürfen sich motorisierte Wasserfahrzeuge bewegen, und sei es auch nur mit acht Pferdestärken. Sein Kollege weist derweil ein Pärchen mittleren Alters ins Paddeln mit dem Kanu ein: Anders als beim Ruderboot sitzt man hintereinander in gleicher Richtung, der Vordermann gibt Takt und Tempo vor.

Bei schönem Wetter haben die beiden Aquafun-Mitarbeiter, deren Arbeitgeber Bootsverleihe und Bootsfahrschulen in mehreren deutschen Städten betreibt, im Hanauer Sommer immer hinreichend zu tun. „Am Samstag und Sonntag ist hier Großkampftag“, sagt einer der beiden, der seinen Namen nicht in der Zeitung sehen will. Montag ist Ruhetag. Ansonsten werden täglich von 14 bis 19 Uhr die Leinen losgeworfen. Gemietet werden können die Boote in der Regel für eine Stunde. Wer länger draußen bleibt, bekommt keine Probleme, sondern zahlt später nach.

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Um die Freizeitkapitäne einzuweisen, nehmen sich die Mitarbeiter Zeit. Erklärt werden insbesondere die Sicherheitseinrichtungen auf allen Booten – einschließlich der Rettungswesten, die jedem Mitfahrer kostenlos gestellt werden. „Manche fahren einfach los, andere wollen beraten werden“, sagt ein Mitarbeiter. Kanu-Mieter etwa bekommen immer ein Paddel, das zu ihrer Körpergröße passt.

Verblüfft ist mancher Kunde, dass er auch ein Motorboot ohne Führerschein mieten kann. „Bis 15 PS geht alles“, bringt der Fachmann die gesetzlichen Bestimmungen auf den Punkt. Bei Aquafun liegen Boote mit fünf oder acht Pferdestärken bereit, außerdem Schlauchboote mit 15-PS-Außenbordmotoren. Darüber hinaus gibt es die Kanus für zwei oder vier Personen und Tretboote, für bis zu fünf Mitfahrer ausgelegt. Die Preisspanne reicht von 16 Euro für ein kleines Tretboot bis 58 Euro für einen gruppentauglichen Schlauchboot-Flitzer.

Punkten kann der Hanauer Bootsverleih nicht nur mit seiner Angebotsbreite, sondern auch mit seiner Lage. Die Philippsruher Allee in Rufweite ist eine der meist frequentierten Promenaden in der Stadt und besonders am Wochenende bei schönem Wetter dicht bevölkert. Auch Fahrrad-Ausflügler machen oft für eine Bootspartie Station: An der Kinzigmündung kreuzen sich zwei Regionalpark-Routen, der Hessen-Radweg R3 und die lokale Schleife der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute.

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