Der Pavillon auf dem Steinheimer Nord-Friedhof wird in Kürze eingeweiht

Neuer Unterstand für Trauernde

Seit vorigem Sommer laufen die Bauarbeiten auf dem Friedhof Steinheim-Nord. In Kürze wird der 400 000 Euro teure Trauerpavillon eröffnet. Foto: Hackendahl
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Seit vorigem Sommer laufen die Bauarbeiten auf dem Friedhof Steinheim-Nord. In Kürze wird der 400 000 Euro teure Trauerpavillon eröffnet. 

Es ist die wohl ausgefallenste und markanteste Architektur auf einem Friedhof in Hanau: Große Holzstelen und klare Kanten zeichnen den neuen Trauerpavillon auf dem Friedhof Steinheim-Nord an der Hermann-Ehlers-Straße aus. 

Hanau - Der Neubau, über den lange diskutiert worden ist, steht kurz vor der Fertigstellung. Der eigentliche Pavillon steht bereits, derzeit sind die Plasterarbeiter zugange, um den Boden für die Einweihung zu bereiten, die am Mittwoch, 12. Februar, um 15 Uhr stattfindet. 400 000 Euro hat der hölzerne Pavillon gekostet, der ein Treffpunkt für Trauernde sein soll und neben Toiletten auch Räume für Pfarrerinnen und Pfarrer zum Umziehen sowie für städtisches Personal bietet.

Trauerfeiern gibt es auf dem Nord-Friedhof indes nicht mehr. Sie finden nur noch in der Trauerhalle auf dem Friedhof Steinheim-Süd an der Schönbornstraße statt. Dort steht die zentrale Trauerhalle für den Stadtteil, die vor knapp zehn Jahren für 1,25 Millionen Euro errichtet worden ist. Viele Steinheimer hatten sich dafür ausgesprochen, dass auch der Friedhof-Nord eine Trauerhalle behält, die marode bisherige saniert oder ein Neubau errichtet wird. 

Das wurde auch bei einer Bürgerversammlung gefordert. Zunächst hatte der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) anstelle der alten Trauerhalle nur Toiletten vorgesehen. Dann kam der Eigenbetrieb dem Ortsbeirat und den Bürgern mit dem Neubau des Trauerpavillons entgegen.

Im Sommer vorigen Jahres wurde die alte Trauerhalle abgerissen und mit dem Neubau des Pavillons begonnen. 18 mal 11 Meter misst der Bau, der neben den Räumen einen offenen Unterstand bietet, gestaltet mit Stützen, Verblendungen und Gittern aus Holz. Nach Trauerfeiern auf dem Steinheimer Süd-Friedhof werden die Särge von den Bestattern zum Nord-Friedhof transportiert, Urnen durch städtisches Personal. Mehrkosten entstehen den Angehörigen dadurch nicht.

Auf dem Nord-Friedhof in Steinheim sind seit knapp zwei Jahren nur noch so genannte Beilegungen möglich, also Bestattungen in bereits bestehenden Familiengräbern. Neue Grabfelder werden dort nicht mehr ausgewiesen, sondern nur noch auf dem Steinheimer Friedhof Süd.

Von Christian Spindler 

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