50-Jähriger hatte sich offenbar Hilfsangeboten verweigert

Obdachloser stirbt mitten in der Hanauer City

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Symbolbild

Hanau - Der Tod eines Obdachlosen mitten in der Hanauer Innenstadt hat in den Sozialen Medien eine Diskussion über den Umgang mit Menschen am Rande unserer Gesellschaft losgetreten.

Gestern morgen wurde der 50-Jährige leblos in einer Passage an der Fahrstraße gefunden, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen bestätigte. Zur Zeit deute alles darauf hin, dass der Mann gesundheitliche Probleme hatte, ein Gewaltverbrechen könne man definitiv ausschließen. Der Verein „Straßenengel“, der sich auch in Hanau um Obdachlose kümmert, machte auf den Tod des 50-jährigen „Armin“ in den Sozialen Medien aufmerksam und löste damit zahlreiche kritische Kommentare, auch in Richtung der Behörden, aus. So meinte eine Userin: „Traurig, dass Menschen erfrieren, weil es keinen Platz für sie gibt“. Und ein anderer sprach von dem „sehr traurigen Schicksal eines von der Gesellschaft vergessenen und in der Welt etwas verlorenen Menschen.“ Es sei traurig und auch bezeichnend, dass so etwas mitten in Deutschland passiere, meint ein anderer.

Allerdings steht offenbar auch fest, dass die Hanauer Sozialbehörden seit August letzten Jahres vielfach Kontakt mit dem Verstorbenen hatten. Mehrfach habe man ihm Hilfe und Unterbringung angeboten, so eine Stadtsprecherin. Dagegen habe sich der 50-Jährige allerdings stets gewehrt. Noch am Dienstagabend gegen 20 Uhr sei der Mann von Stadtpolizisten angesprochen worden. Erneut habe er dabei Hilfe abgelehnt. Gegen 6.25 Uhr gestern früh hätten auch noch Mitarbeiter der Hanauer Straßenreinigung mit dem Obdachlosen gesprochen. Eine knappe Stunde später wurde der Mann schließlich leblos in der Fahrstraße aufgefunden, Notärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Wohnwagensiedlung für Obdachlose in Wiesbaden

did

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