Schmuckstück

Eine Rarität kehrt zurück nach Hanau

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Aus Hanauer Produktion stammt diese Golddose, die im Jahr 1769 vermutlich von Esaias Fernau gefertigt wurde. Damals war Hanau ein Zentrum der Produktion von Luxusgütern, die nach ganz Europa verkauft wurden. Die wertvolle Dose ist daher zugleich Zeugnis für die Hanauer Goldschmiedekunst und der Hanauer Wirtschaftsgeschichte.

Margret Dausien, Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer Historisches Museums Schloss Philippsruhe, ersteigert seltene Rarität aus Hanau und bringt sie zurück in die Heimat. 

Hanau – Eine 1769 in Hanau produzierte Golddose hat die Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe, Margret Dausien, bei einer Versteigerung des Auktionshauses Lempertz erworben. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sieht darin „eine Sensation für Hanau“.

Die Golddose wurde wahrscheinlich von Esaias Fernau gefertigt – in einer Zeit, als Hanau ein Zentrum der Luxuswarenproduktion für ganz Europa war. Damals wurden die Dosen über die Frankfurter Messe europaweit vertrieben.

Mit dem Kauf sei es dem Verein Freunde und Förderer Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe gelungen, eine in Hanau vergessene großartige Rarität zu erwerben, so die Stadt. Die Goldemailtabatière bezeuge zugleich Hanauer Goldschmiedekunst und Wirtschaftsgeschichte des 18. Jahrhunderts.

Am Donnerstag nächster Woche, 16. Mai, findet ab 19 Uhr in Schloss Philippsruhe eine öffentliche Präsentation des Schmuckstücks statt.

Die Vorstellung erfolgt durch Dr. Lorenz Seelig. Der ehemalige stellvertretende Direktor des Bayerischen Nationalmuseums hat bereits über Hanauer Golddosen im Louvre und im Metropolitan Museum New York geforscht.

Der Ankauf der Dose wurde finanziert durch den Museumsförderverein, aus städtischen und privaten Mitteln sowie durch die Stiftung der Sparkasse Hanau. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Weitere Zustiftungen seien aber sehr willkommen, heißt es.  

did

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