Kultur

Peukert-Wandbild: Grüne fordern Hilfe von Kaminsky

Im Vordergrund ist der Giebel des Hauses in der Marienstraße 15 zu sehen, die Wand von Haus 11-13 ist bereits eingerüstet (links hinten).
+
Im Vordergrund ist der Giebel des Hauses in der Marienstraße 15 zu sehen, die Wand von Haus 11-13 ist bereits eingerüstet (links hinten).

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Hanauer Stadtparlament spricht sich laut Pressemeldung für den Erhalt der Wandbilder des Malers und Bildhauers August Peukert in der Großauheimer Marienstraße aus.

Hanau – Auch wenn sich diese Bilder im Wandputz befinden und das farbenprächtige Mosaik nach Ansicht der Behörden nicht denkmalschutzwürdig sei, handelt es sich nach Meinung der Grünen durchaus um erhaltenswerte, zeitgenössische und das Stadtbild prägende Kunstwerke.

Die Grünen unterstützen damit den Großauheimer Heimat- und Geschichtsverein, der sich ebenfalls für den Erhalt des Kunstwerkes ausgesprochen hat.

Peukert-Bilder in Hanau: Grünen kritisieren Uneinsichtigkeit der Baugenossenschaft

Dass sich die Baugenossenschaft Steinheim bei der Umsetzung der geplanten Arbeiten an den Gebäuden kompromisslos zeigt, und diese Kunstwerke durch die Baumaßnahme für immer verschwinden werden, kritisieren die Grünen, heißt es in der Mitteilung.

Wärmedämmarbeiten an Gebäuden seien richtig und wichtig. Manchmal seien solchen Maßnahme aber Grenzen gesetzt und es müssten kreative Alternativen anstelle einer Außendämmung erarbeitet werden. Den Verweis auf einen Förderbescheid der KfW Bank für die Arbeiten lassen die Grünen nicht gelten. Dämmmaßnahmen und deren Förderung seien sicher nicht dazu gedacht um Kulturgut zu vernichten. „Die Flächen könnten ausgespart werden und das Ziel der angestrebten Energieeinsparung durch Kompensation in anderen Gebäudebereichen trotzdem erreicht werden“, so die Grünen.

Identitätsstiftende Kunst und Kultur im öffentlichen Raum, kostenlos und jederzeit zugänglich sei ein hohes Gut. Dies betone auch OB Kaminsky völlig zurecht bei jeder Gelegenheit. Aus diesem Grund fordern die Grünen OB Kaminsky auf, seinen Einfluss von Seiten der Stadt als größter Anteilseigner der Baugenossenschaft Steinheim geltend zu machen, um diese schönen Kunstwerke zu retten und dauerhaft zu erhalten. Die Grünen: „Noch ist es nicht zu spät!“    kb

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare