Hammersbach und Limeshain wollen gemeinsam mit Regionalverband Radwegelücke schließen

Pilotprojekt für Radwegebau über die Kreisgrenze

Sicher mit dem Fahrrad von Hammersbach nach Limeshain: Bürgermeister Adolf Ludwig (Limeshain, von links), Projektkoordinator Tom Ebberink, Erster Beigeordneter Rouven Kötter (beide Regionalverband) und Bürgermeister Michael Göllner (Hammersbach) arbeiten daran.
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Sicher mit dem Fahrrad von Hammersbach nach Limeshain: Bürgermeister Adolf Ludwig (Limeshain, von links), Projektkoordinator Tom Ebberink, Erster Beigeordneter Rouven Kötter (beide Regionalverband) und Bürgermeister Michael Göllner (Hammersbach) arbeiten daran.

Hammersbach – Zwischen den Kommunen Hammersbach im Main-Kinzig-Kreis und Limeshain im Wetteraukreis gibt es vielfältige Verbindungen und eine über Jahre gepflegte interkommunale Zusammenarbeit, etwa im Bereich der Feuerwehren. Was jedoch bislang fehlt, ist eine sichere Radwegeverbindung zwischen den beiden Gemeinden. Hier soll nun laut Mitteilung der Regionalverband FrankfurtRheinMain Abhilfe schaffen, in welchen Limeshain als erstes freiwilliges Mitglied in diesem Jahr beitreten wird.

Der Regionalverband will das Vorhaben als Pilotprojekt in Angriff nehmen. „Die Verbandskammer hat einstimmig unsere Mobilitätsstrategie für die Region beschlossen. Darin haben die Förderung des Radverkehrs und insbesondere Planung und Bau von Radwegen einen gewichtigen Anteil“, erläutert der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent beim Regionalverband Rouven Kötter (SPD). „Das Netz der Radschnellwege findet medial besondere Aufmerksamkeit. Das Schließen möglichst vieler Lücken im überörtlichen Alltags-Radwegenetz ist aber aus meiner Sicht noch wichtiger. Radfahren im Alltag muss sicher, komfortabel und direkt möglich sein.“

Hammersbachs Bürgermeister Michael Göllner (SPD) nennt neben der direkten Verbindung nach Limeshain auch die mögliche Weiterfahrt zum Bahnhof Altenstadt als Beweggrund aus seiner Sicht. „Viele Pendler fahren von Altenstadt aus mit dem Stockheimer Lieschen nach Frankfurt. Für diese wäre eine zügige und sichere Radwegeverbindung eine interessante Alternative. Die jetzige Wegeführung auf der Landesstraße kann man niemandem ruhigen Gewissens empfehlen, das kann ich aus eigener Erfahrung leidgeprüft berichten.“

Limeshains Rathauschef Adolf Ludwig (SPD) erklärt, die Idee des Radwegs sei schon älter. „Ich freue mich sehr, dass der Regionalverband bereit ist, das Vorhaben anzupacken. Auch bei der innerörtlichen Anbindung des Radweges und eine Weiterführung Richtung Altenstadt erhoffen wir uns fachkundige Unterstützung.“

Jüngst gingen die beiden Bürgermeister Göllner und Ludwig die rund 2,5 Kilometer lange Strecke gemeinsam mit Kötter und dem beim Regionalverband zuständigen Projektkoordinator Tom Ebberink (Abteilung Mobilität) ab. Der künftige Weg kann wahrscheinlich komplett auf vorhandenen Wegetrassen geführt werden. Damit wäre kein Landerwerb nötig, was die Realisierung erheblich beschleunige.

„Das Projekt ist für uns als Pilotprojekt absolut interessant, da lediglich zwei Kommunen betroffen sind, wir aber eine Kreisgrenze überschreiten. Es ist also durchaus ein regionales Projekt. Wir wollen hier wichtige Erfahrungen sammeln und einen idealtypischen Ablauf für Radwegebau in diesem Maßstab entwickeln. Davon sollen anschließend zahlreiche weitere Kommunen in der Region profitieren können“, so Kötter.

Nach entsprechenden Beschlüssen der Gemeindevertreter aus Hammersbach und Limeshain will der Regionalverband in die Fördermittelakquise gehen. Planung und Bau soll der Regionalverband in Abstimmung mit den beiden Gemeinden koordinieren. „Wenn wir dieses Jahr für die Projektvorbereitung, Planung und Ausschreibung nutzen, können wir im kommenden Jahr bauen. Das ist ein ambitionierter Zeitplan, aber wenn alle Projektpartner einig an einem Strang ziehen, sollte das möglich sein“, so die Beteiligten.  jow

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