Pläne für die Ruine

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Ausgeräumt wurde mittlerweile das „Druckhaus“ am Steinheimer Mainufer. Zunächst bekommt es ein provisorisches Dach. Entschieden ist nun: Das Lokal soll wieder aufgebaut werden.

Steinheim ‐ Im Inneren werden von Arbeitern noch immer verkohlte Mauerreste mit dem Presslufthammer entfernt, Teile des Inventars gesichert. An einigen Stelle ist der Boden provisorisch repariert worden. Von Christian Spindler

Die Brandruine des Ausflugs- und Veranstaltungslokals „Druckhaus“ am Steinheimer Mainufer wird derzeit „gesichert und winterfest gemacht“, sagt Eigentümer Thorsten Schweigert. Knapp acht Wochen ist es her, dass das bekannte Lokal lichterloh in Flammen stand und völlig ausbrannte.

Nun ist die Entscheidung gefallen: Es wird wieder aufgebaut, das bestätigte der Eigentümer auf Anfrage. Das soll zwar „so schnell als möglich“ erfolgen, „wird aber nicht von heute auf morgen gehen“. Fest steht: Das neue „Druckhaus“ soll wieder Lokal werden - mit unverändertem Konzept als Speise- und Veranstaltungslokal mit Außenbewirtschaftung am Mainuferweg. Auch baulich soll das Gebäude, von dem nur noch die Außenmauern stehen, „sehr ähnlich“ errichte werden wie gehabt.

Dieser Tage gab es ein Gespräch zwischen Eigentümer und Vertretern der Stadt. Der zuständige Dezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold begrüßt den angekündigten Wiederaufbau: „Wir sind daran hochgradig interessiert.“

Änderungen vor allem bei Dachkonstruktion

Am Neubau werde es wohl allenfalls „partielle Änderungen“ geben, so der Stadtrat. Etwa bei der Dachkonstruktion. Bisher hatte das Druckhaus nur ein einfaches Bitumendach.

Ob das neue „Druckhaus“ schon im Sommer wieder eröffnet werden und der Gastwirt somit das „Freiluftgeschäft“ mitnehmen kann, ist noch offen. Der bisherige Pächter Mohamend Elkamhawy („Ramses von Steinheim“) möchte das Lokal gerne weiterführen: „Ich will auf jeden Fall weitermachen.“

Zunächst wird die Brandruine an der Steinheimer Stadtmauer ein provisorisches Dach bekommen. Außerdem müssen Rußschäden im denkmalgeschützten Torhaus beseitigt und Versorgungsleitungen verlegt werden, erläutert Eigentümer Schweigert. Dann soll der Wiederaufbau des Lokals betrieben werden.

Das „Druckhaus“ war in der Nacht zum 7. November komplett ausgebrannt. Ursache war ein technischer Defekt an einer Leitung unter der Decke. Die Stadt hatte das Gebäude, das als Veranstaltungslokal eine jahrzehntelange Tradition hat, vor gut drei Jahren verkauft. Es war dann zum Speiselokal umgebaut worden.

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