Wichtiges Zeichen für Muslime

Jusos: „CDU muss sich entschuldigen“

Hanau - Die Hanauer Jusos bestehen auf einer Entschuldigung der CDU-Spitze gegenüber der bosnisch-islamischen Kulturgemeinschaft.

Hintergrund ist eine Presseerklärung der CDU während des Wahlkampfes, in der der Eindruck erweckt wurde, beim geplanten Bau eines Kultur- und Gebetszentrums des Vereins an der Martin-Luther-King-Straße gehe es nicht mit rechten Dingen zu. Die Vorwürfe haben sich als unbegründet erwiesen.

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„Vor der Wahl gilt das Gleiche wie nach der Wahl.“ Die CDU Hanau müsse sich bei der bosnisch-islamischen Kulturgemeinschaft entschuldigen, fordern die Jusos. Das vom ehemaligen CDU-Spitzenkandidaten Jürgen Scheuermann angekündigte Gespräch alleine reiche nicht aus. Nachdem sich Scheuermann inzwischen aus der Politik zurückgezogen hat, wollen die Juso verhindern, „dass die Sache im Sande verläuft“.

Es sei ein krasser Fehler gewesen, dem muslimischen Kulturverein pauschal und obendrauf fälschlicherweise zu unterstellen, er hielte sich nicht an Recht und Ordnung. Deshalb erwarten die Jusos weiterhin eine „öffentliche Entschuldigung“. Dies sei ein wichtiges Zeichen gegenüber der Stadtgesellschaft und gegenüber den muslimischen Mitbürgern, so die Jusos. (did)

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