Wildkatze

Reh und Schaf gerissen: Experten haben einen Verdacht

Da waren es nur noch drei: Eines der Quesantschafe von Kai Heckele wurde offenbar von einem Luchs gerissen.
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Da waren es nur noch drei: Eines der Quesantschafe von Kai Heckele wurde offenbar von einem Luchs gerissen.

Experten sind sich sicher, dass ein Luchs ein Reh und ein Schaf in Hanau getötet hat. Es könnte dieselbe Wildkatze sein, die bereits vor einem Jahr für Aufsehen sorgte.

Steinheim - Vermutlich ein Luchs hat binnen zehn Tagen im „Hellenfeld“ unweit des Häuser Weges in Hanau ein Reh und ein Schaf gerissen. In der Nacht auf Mittwoch wurde auf dem eingezäunten Gartengrundstück von Kai Heckele ein schwarzes Quesantschaf aus einer kleinen Herde gerissen. Zuvor hatte man bereits am 9. Januar unweit des Häuser Weges den Kadaver eines jungen Rehes gefunden, bei dem Experten davon ausgehen, dass es auch von einem Luchs gerissen wurde.

Für Jagdpächter Michael Birkenfeld, der den Schafkadaver in Augenschein nahm, ist die Sache eindeutig: „Das war ein Luchs.“ Diese Meinung teilt Schäfer Martin Messmer, denn der Kadaver wies ähnliche Verletzungen auf wie das Schaf aus seiner Herde, das 2019 auf einem Gelände am Häuser Weg gerissen wurde.

Dieser Rehkadaver wurde am 9. Januar gefunden.

Luchse rund um Hanau sind nichts Neues

Luchssichtungen rund um Hanau sind nicht neu. Rückblick: Am 4. Januar 2020 löste der Bewegungsmelder an der Wildkamera von Jäger Thomas Sturm aus. Fotografiert wurde eindeutig ein Luchs. Der sei bestimmt aus dem Luchsgehege im Wildpark Alte Fasanerie ausgebüxt, wurde zunächst vermutet. Doch im Wildpark war kein „pinselohr“ abgängig.

Wochen später wurde im Wildpark ein Mufflon gerissen, kurze Zeit später ging dort tatsächlich ein wilder Luchs in die Lebendfalle. Nach nur einer Nacht in einem Teil des Luchsgehege, büxte der junge Kuder dort aus. Mühelos überquerte das Pinselohr den drei Meter hohen Zaun. Doch das Tier blieb in der Nähe. Öfter besuchte der Kuder während der Ranzzeit seine Artgenossen sogar in deren Gehege. Nach der Ranz ließ er sich dann aber nicht mehr blicken. Nun scheint er wieder aufgetaucht. (Holger Hackendahl)

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