Unvergessliche Konzertreise nach New York

„Rehbeiner“ singen in Carnegie Hall

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Zu einem gigantischen Chor mit 300 Sängerinnen und Sängern formierten sich Chöre aus aller Welt, die eine Einladung zu einem Auftritt in der Carnegie Hall erhalten haben. Darunter war auch – als einziger Schulchor – der Chor der Hanauer Karl-Rehbein-Schule.

Hanau/New York - Es dürfte wohl nur wenige Menschen aus Hanau und Umgebung geben, die schon einmal in der Carnegie Hall, einem dem berühmtesten Konzertsäle weltweit, aufgetreten sind.

Seit kurzem ist ihre Zahl aber um 41 gestiegen – mit dem Auftritt des Chores der Karl-Rehbein-Schule in New York. Die Aufführung des Requiems von Karl Jenkins in dem Musentempel war ein grandioses Erlebnis. Auf Einladung von DCINY (Distinguished Concerts International New York) wurde das Werk gemeinsam mit Chören aus Australien, Finnland, Spanien, der Schweiz, Düsseldorf sowie zwei New Yorker Kinderchören aufgeführt. Die Organisation lädt regelmäßig engagierte Laienchöre aus aller Welt zu Konzerten in New York ein.

In zwei halbtägigen Probenphasen wurden die unterschiedlichen Chöre zu einem gemeinsamen Klangkörper geformt. Dem Dirigenten der Aufführung, Dr. Jonathan Griffith, war dabei zunächst an gemeinsamer Aussprache und Artikulation gelegen, kein leichtes Unterfangen für Sänger mit unterschiedlichen Muttersprachen.

Am Rande der Proben gab es viele nette Begegnungen mit den Chorsängern aus aller Welt. Dass der KRS-Chor als einziger Schulchor an dem Konzertprojekt teilnahm und dazu auch noch mit eignes für die Reise gestalteten Kapuzenpullis zu den Proben kamen, wurde von den anderen Beteiligten besonders gewürdigt.

Am Konzerttag hatten sich aber alle Sängerinnen und Sänger in Schale geschmissen, wobei einige Schüler sogar im Smoking erschienen. Der Auftritt in der Carnegie Hall war der Höhepunkt des Musikprojekts. Über 300 Sängerinnen und Sänger bildeten einen gigantischen Chor, während fast 2000 Besucher dem zu Herzen gehenden Requiem lauschten. Nachdem das „In Paradisum“ ganz leise verklungen war, brandete tosender Applaus auf. Und für Chorleiter Frank Hagelstange war es eine besondere Ehre, sich mit den anderen Chorleitern auf der Bühne der Carnegie Hall verbeugen zu dürfen.

Dem Konzert ging eine dreivierteljährige Vorbereitung voraus. Da der KRS-Schulchor parallel für die Schulkonzerte probte, musste das New-York-Programm in zahlreichen Zusatzproben einstudiert werden, die auch am Wochenende und in den Ferien lagen.

Schließlich machten sich 41 „Rehbeiner“, darunter auch Ehemalige und Eltern aus dem Chor der Freunde der KRS, auf den Weg nach New York. Insgesamt blieben sie dort sechs Tage und erlebten neben den unvergesslichen Stunden in der Carnegie Gall „Big Apple“ mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Und das teilweise bei fast frühlingshaften Temperaturen. Für alle Beteiligten wird diese Konzertreise wohl unvergesslich bleiben, heißt es im Bericht. (did)

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