Erste Pläne zur Umgestaltung

Rochusplatz in Großauheim: Mehr Raum für Fußgänger

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Der Rochusplatz in Großauheim soll umgestaltet werden. Bei einem Bürgertreffen zeigten die Architekten erste Entwürfe. Der neue Rochusplatz bietet mehr Sitzgelegenheiten und die Fußgängerwege werden breiter. Baubeginn soll noch dieses Jahr sein.

Großauheim - Die Umgestaltung des Rochusplatzes in Großauheim nimmt immer konkretere Formen an. Bei der „6. Werkstatt Stadtteilentwicklung Großauheim“ wurden die ersten Pläne vorgestellt.

Rund 35 Großauheimer Bürgerinnen und Bürger - darunter auch Vertreter von Ortsbeirat, Kirchen und Vereinen - nahmen am „6. Werkstattgespräch Stadtteilentwicklung Großauheim“ teil und folgten den neuesten Entwicklungen bei der Umgestaltung des Rochusplatzes. Petra Bittkau und Daniel Gornik vom Büro „Die Landschaftsarchitekten“ aus Wiesbaden erläuterten anhand von Zeichnungen, wie es auf dem Platz zukünftig aussehen könnte. „Der Kreuzungsbereich wird in das Zentrum des Platzes verlegt“, erklärte Hans-Ulrich Weicker, Leiter des Stadtplanungsamts, von dem das Konzept für die Neugestaltung stammt. Dafür würden die Fußgängerwege auf drei Seiten erweitert, so dass sie Raum für Gastronomie und Sitzgelegenheiten bieten. „Unter Beibehaltung der markanten und wichtigen Dreiecksform des Platzes werden so vor den Erdgeschoßzonen wesentliche Freiräume wiedergewonnen“, erläuterte Weicker.

In Zusammenarbeit mit der Nassauischen Heimstätte (NH ProjektStadt) wurden in den vergangenen Monaten auch einem Konzept für die Gestaltung der Fassaden für die Immobilien an der Hauptstraße und am Rochusplatz gearbeitet. Bernhard Köppler von der NH ProjektStadt und Architekt Olaf Gerstner stellten die Ergebnisse für das Fassadenleitbild vor. „Im betreffenden Bereich haben wir Architektur von teils hoher Qualität vorgefunden, die es wieder zu beleben gilt“, sagte Köppler. So seien Häuser aus der Gründerzeit und andere Kleinode unter den Immobilien. „Mithilfe der neuen Fassadengestaltung könnten einige dieser Juwelen wieder zum Strahlen gebracht werden“, so Gerstner. Als Investitionsanreiz für Hausbesitzer, die eine Überarbeitung der Fassade in Erwägung ziehen, plane die Stadt die Summe von bis zu 100.000 Euro Fördergeld bereitzustellen.

Im Fokus des Stadtteilentwicklungsprozesses stehen zudem fünf städtische Immobilien rund um den Hans-Gruber-Platz und in der Alten Langgasse, zu denen das Alte Rathaus, das Bürgerhaus, die Altentagesstätte, die Alte Schule und die städtische Verwaltungsstelle in der Haggasse 4 zählen. Für letztere Immobilie wird intensiv über neue Nutzungen nachgedacht, die den Erhalt der historischen Gebäude sichern und für eine Belebung des Areals sorgen sollen. Stadtrat Andreas Kowol berichtete von einem Interessenten, der am Kauf des Gebäudes Haggasse 4 interessierte sei und bereits Pläne präsentiert habe.

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„Wir sind derzeit in Verhandlungen, die sehr vielversprechend sind“, so Kowol. Sollte es zum Verkauf des Gebäudes kommen, wäre ein Umzug des Stadtteilladens in die „Alte Schule“ in der Hauptstraße denkbar, so der Stadtrat. Zudem werde geprüft, den Stadtteilladen alternativ in ein Ladengeschäft in der Hauptstraße zu verlegen. Ein freistehender Eckladen dort wäre ein idealer Standort. „Die Verlegung des Stadtteilladens dorthin würde zudem zur Belebung der Straße beitragen“, erläuterte Kowol. Der Baubeginn am Rochusplatz ist noch in diesem Jahr vorgesehen. Für das Projekt wurden im Haushalt für das laufende Jahr 400.000 Euro bereitgestellt.

stm

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