Zentrales Projekt im Großauheimer Stadtteilentwicklungsprozess

Rochusplatz steht vor Umbau

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Drei Varianten der künftigen Rochusplatz-Gestaltung wurden diskutiert. Nun schlägt der Magistrat den Stadtverordneten eine Variante mit einer veränderten Straßenführung vor (Variante 3, rechts).

Großauheim -  Voraussichtlich im nächsten Jahr wird der Rochusplatz umgebaut. Entsprechende Finanzmittel hat der Magistrat bereits freigegeben. Es fehlt nur noch die Zustimmung des Stadtparlaments. Das tagt nächsten Montag. Von Dirk Iding 

Insgesamt 720.000 Euro soll die Neugestaltung des Rochusplatzes kosten. Lange haben Fachleute und Bürger über die Neugestaltung des Platzes diskutiert, verschiedene Varianten wurden entwickelt. Nun schlägt der Magistrat den Stadtverordneten eine Variante mit einer veränderten Straßenführung vor (siehe Planungsskizze). Dadurch rückt der eigentliche Platz ein wenig aus dem Zentrum, er wird künftig nicht mehr von allen Seiten von Straßen umgeben sein. Dafür entstehen mehr Freiräume für Fußgänger und eine Außengastronomie. Die Planer vom Büro „Die Landschaftsarchitekten“ versprechen sich durch die Neugestaltung eine deutliche Steigerung der Aufenthaltsqualität in diesem Bereich.

Die Neugestaltung des Rochusplatzes ist ein zentrales Projekt eines 20 Punkte umfassenden Maßnahmen-Pakets, das im Zuge des seit dem Jahr 2013 laufenden Stadtteilentwicklungsprozesses erarbeitet und schließlich von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Daraufhin wurden vor etwa eineinhalb Jahren erste Gestaltungsskizzen entwickelt und in mehreren Werkstattgesprächen mit Bürgern diskutiert. Im folgenden wurde eine Machbarkeitsstudie mit mehreren Planungsvarianten erarbeitet, die Anfang diesen Jahres den betroffenen Anliegern und dem Ortsbeirat vorgestellt wurden. Der Ortsbeirat hatte sich schließlich für die Planungsvariante entschieden, die nun auch der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung empfiehlt.

Bilder: Bürgerfest in Hanau

Bei der Umgestaltung des Rochusplatzes handelt es sich um eine Baumaßnahme, die nach der in Hanau geltenden Straßenbeitragssatzung abzurechnen ist. Danach müssen 30 Prozent der Kosten von den Anliegern übernommen werden. Zur Finanzierung des städtischen Anteils greift die Stadt auf Mittel des Kommunalen Investitionsprogramms, also auf Zuschüsse Dritter, zurück. Aus der Stadtkasse selbst fließen nur 100.800 Euro in die Baumaßnahme, die im kommenden Jahr realisiert werden soll.

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