Schläge mit Lerneffekt

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Rund 100 Faustkämpfer stiegen bei der Boxnacht im Jugendzentrum in den Ring.

Hanau (dk) - Restlos ausverkauft war die 2. Kesselstädter Boxnacht im Evangelischen Gemeindezentrum in der Helmholtzstraße am Samstag schon lange vor Beginn der Hauptkämpfe kurz nach 19 Uhr.

Schon um 16 Uhr begannen die Vorkämpfe, in deren Verlauf viele junge Boxer erstmals im Ring standen. Aber ob Haupt- oder Vorkämpfe, Fairness ging bei dem Wettbewerb über alles.

Ein Grund dafür, warum im Jugendzentrum „K-Town“ seit 2003 geboxt wird. Denn neben der sportlichen Herausforderung erlangen die jungen Sportler dort auch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz. Das bestätigte auch Dekanin Claudia Weiß-Brinkmann, die voll hinter dem langjährigen Projekt steht. „Dies ist weit und breit das einzige Gemeindezentrum, in dem ein Boxring steht. Und dies ist weit und breit das einzige Jugendzentrum, in dem es als Angebot Boxen gibt.“ Eine Tatsache, die laut Pfarrerin Ute Engel auch in den eigenen Reihen oft nicht leicht zu vermitteln sei. Immer wieder müsse Überzeugungsarbeit geleistet werden dahingehend, das Projekt als pädagogisch wertvolle Ergänzung und als Prävention zu sehen. Der Dank der Dekanin und der Pfarrerin galt deshalb auch den vielen Unterstützern, die das Projekt selbst und auch die Boxnacht mit ermöglicht haben.

Nach den Vorkämpfen am Mittag ging es dann abends um wichtige Punkte. Immerhin war die Boxnacht in Kesselstadt der Auftakt für die hessischen Mannschaftsmeisterschaften, wie Antje Heigl in ihrer Begrüßung betonte. Rund 100 Boxer aus 15 Vereinen waren am Nachmittag „über die Waage gegangen,“ wie es im Fachjargon heißt. 16 Kämpfe um Punkte in verschiedenen Gewichtsklassen standen dann im Rahmen des abendlichen Wettbewerbs an.

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