Spezialfirma trägt Kaminspitzen am Kraftwerk Staudinger ab

Schornsteine werden gekappt

Die Kraftwerksschlote von Block 1 und 2 (r. u. 2. v. r.) werden um jeweils rund 30 Meter gestutzt. Foto: iding
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Die Kraftwerksschlote von Block 1 und 2 (r. u. 2. v. r.) werden um jeweils rund 30 Meter gestutzt.

Die Silhouette des Kraftwerks Staudinger verändert sich. Die oberen Enden der 195 Meter hohen Schornsteine der Blöcke 1 und 2 (mit einst 249 Megawatt Leistungspotenzial) auf dem Gelände südlich von Großauheim lässt der Betreiber des Kraftwerks, Uniper, kappen.

Großkrotzenburg - Grund dafür ist die fortschreitende Erosion, die dem Mauerwerk der Türme zusetzt. Diese bestehen bis zur Höhe von 165 Metern aus stabilen Stahlbeton, die letzten 30 Meter wurden in den 1960er Jahren noch mit Ziegelsteinen gebaut, wie Standortleiter Matthias Hube verrät. Diese Spitzen sind schon länger brüchig. Bislang wurden diese allerdings mit Netzen abgesichert, um herunterfallende Trümmer aufzufangen.

Um die Sicherheit weiterhin zu gewährleisten, wird jetzt der gemauerte Teil von einer Spezialfirma abgetragen. „Das ist richtige Handarbeit“, sagt Standortleiter Huber. Die Ziegel werden einzeln abgemeißelt und stürzen anschließend ins Innere der Röhre.

Der dritte hohe Kamin, der zum 1970 angefahrenen Block 3 (293 Megawatt) gehört, besteht wie der des Gasblocks 4 gänzlich aus Beton. Block 3 soll in naher Zukunft gänzlich zurückgebaut werden, um Platz für die Neuausrichtung des Geländes zu schaffen (wir berichteten). Unter anderem ist ein großes Rechenzentrum geplant. (VON LUKAS REUS)

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