KRS erzielt zweitbestes Ergebnis auf Bundesebene

Sozialer Aktionstag „Tag für Afrika“: Schüler in Hanau erarbeiten 9400 Euro

Die Klasse 5b hat mit 400 Euro das meiste Geld aller beteiligten Klassen erarbeitet. Hinten (v.l.) Sonja Göhler, Schulleiter Jürgen Scheuermann und Tamara Kpebane.
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Die Klasse 5b hat mit 400 Euro das meiste Geld aller beteiligten Klassen erarbeitet. Hinten (v.l.) Sonja Göhler, Schulleiter Jürgen Scheuermann und Tamara Kpebane.

Hanau – Seit sechs Jahren nimmt die Karl-Rehbein-Schule (KRS) am sozialen Aktionstag „Dein Tag für Afrika“ teil. Im Juni musste der Tag wegen der Corona-Pandemie ausfallen, wurde aber im Herbst nachgeholt. Die Organisatorinnen Sonja Göhler und Tamara Kpebane, beide Lehrerinnen an der KRS, riefen die Schülerinnen und Schüler im September dazu auf, sich zu engagieren und Geld für den guten Zweck zu erarbeiten oder mittels eines Spendenlaufs zu sammeln.

Die KRS fühlt sich dabei in besonderem Maße dem eigenen sozialen Entwicklungsprojekt „Essommé“ in togoischen Grundschulen verpflichtet, welches neben den Bildungsprojekten der Aktion Tagwerk von dem jährlichen Aktionstag profitiert. 2018 konnte dort mithilfe des Erlöses von „Dein Tag für Afrika“ ein Trinkwasserbrunnen für die Grundschule Haussa Zongo D in der togoischen Hauptstadt Lomé realisiert werden.

Die Umstände waren in diesem Jahr denkbar schwierig: Viele Aktivitäten waren aufgrund der Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften nicht möglich. Auch die Hanauer Firmen und Geschäfte, die die KRS in den vergangenen Jahren treu unterstützt und Rehbein-Schüler für einen Tag beschäftigt hatten, mussten dieses Mal absagen.

Also waren kreative Ideen gefragt, wie unter Einhaltung aller Corona-Regeln trotzdem Geld für die Aktion verdient werden könnte. Zwischenzeitlich wurde dann auch noch der Sport-Unterricht ausgesetzt, sodass die geplanten klasseninternen Spendenläufe zunächst wieder abgesagt werden mussten.

Die Schüler ließen sich dennoch nicht entmutigen. Letztlich erarbeiteten sie insgesamt 9 400 Euro und erzielten damit den zweithöchsten Spendenerlös aller teilnehmenden Schulen auf Bundesebene. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt Schülerinnen wie Selina Firnges und Mia Specht aus der Klasse 6g zu verdanken, die in unzähligen Arbeitseinsätzen bei Familie, Freunden und Bekannten sowie bei selbst organisierten Spielzeug-Flohmärkten etwa 260 Euro erarbeiteten.

Die Schüler der Klasse 5b waren ebenfalls sehr fleißig und erzielten mit mehr als 400 Euro im Klassenvergleich den höchsten Spendenbetrag. Dabei verhalfen Rasenmähen, Bügeln, Autowaschen oder Unkrautjäten zum Erfolg. Die Hälfte des Erlöses aus dem „Vokabel-Marathon“, bei dem sich die Schüler Sponsoren für einen Vokabel-Test suchen, ging ebenfalls an „Dein Tag für Afrika“.

Besondere Erwähnung verdient auch Ninkpi Binde Bonfoh, die ehemalige Schulleiterin der Partnerschule und Leiterin des Entwicklungsprojektes Essommé in Togo, die die Umsetzung vor Ort seit vielen Jahren betreut. 50 Prozent der Spenden aus der Aktion gehen an dieses Entwicklungsprojekt der Karl-Rehbein-Schule, mit dem seit 2005 vor allem zwei Partnerschulen in Lomé unterstützet werden. In diesem Jahr sollen vor allem didaktische Materialien, Lektüren und Verbrauchsmaterialien für die togoischen Schüler angeschafft werden.  kd

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