Serie von Einbrüchen in Läden

Hanau - 15 Taten seit Jahresanfang registriert / Polizeipräsident appelliert an Geschäftsleute und Bürger

Hanau/Main-Kinzig-Kreis(cs.)„Jetzt müssen alle an einem Strang ziehen, um ein Mehr an Sicherheit zu gewinnen“, forderte Polizeipräsident Heinrich Bernhardt angesichst der jüngsten Zahlen bei Einbrüchen in Läden und Firmen.

Allein seit Jahresbeginn registrierte die Kriminalpolizei zehn Einbrüche in Geschäfte im Bereich der Polizeidirektion Main-Kinzig, zuständig für die Stadt Hanau und den Main-Kinzig-Kreis. Dazu kamen fünf versuchte Einbrüche.

„Die Polizei mobilisiert alle Kräfte, um dieser Entwicklung entgegenzutreten. Die Täter sehen sich einem erhöhten Kontrolldruck ausgesetzt“, so Bernhardt.

Der Polizeipräsident nimmt aber auch die Laden- und Fimenbesitzer in die Pflicht: „Es ist mitunter erschreckend zu erkennen, dass Türen und Fenster der Geschäfte keine Sicherungen aufweisen, obwohl hohe Werte in den Räumen lagern.“

Von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle erhalten nun die Geschäftsleute in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis eine E-Mail, die über geeignete Maßnahmen zum Schutz vor Einbrechern informiert. „Mit dieser Beratungsoffensive sollen Geschäftsleute informiert werden, dass oft schon durch eine Änderung im eigenen Verhalten ein besserer Einbruchsschutz erwirkt werden kann“, erklärt Bernhardt. Den Geschäftsleuten wird auch angeboten, sich von der Kripo-Beratungsstelle „eine Optimierung der Sicherungen, die oft relativ günstig zu realisieren sind, aufzeigen zu lassen.“

Der Polizeipräsident ruft zudem die Bevölkerung auf, aktiv die Polizei bei der Aufklärung zu unterstützen und verdächtige Beobachtungen zu melden.

Die jüngste Serie von Geschäftseinbrüchen ereigneten sich überwiegend am Wochenende, wenn die Geschäfte länger geschlossen sind. Die Geschäftsleute entdecken dann den Schaden erst am Montag, wenn die Täter längst über alle Berge sind.

„Oft stellen Nachbarn vermeintliche Kleinigkeiten fest, denen sie zunächst keine Wichtigkeit beimessen, wie etwa ein Fahrzeug mit laufendem Motor, eine scheinbar gelangweilt an der Ecke wartende Person oder ein ungewöhnliches Geräusch - die sich am Ende als das wartendes Fluchtauto, als der „Schmieresteher“ oder das Aufhebeln einer Ladentür erweisen“, ermutigt Polizeipräsident Bernhardt mögliche Zeugen von Einbrüchen lieber einmal zuviel zum Telefon zu greifen.

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