Prozess am Landgericht Hanau

Serien-Sextäter aus Großauheim muss hinter Gitter

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Der 32 Jahre alte Großauheimer während eines Protzesstages.

Hanau - Wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung wurde am Mittwoch ein 32-jähriger Großauheimer vom Landgericht Hanau zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und acht Monaten verurteilt.

Der Mann hatte gestanden, im August des vergangenen Jahres in der Nähe des Hanauer Hauptbahnhofes ein 17-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Die 2. Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Landgerichtspräsidentin Susanne Wetzel blieb mit dem Urteil unter dem von der Staatsanwaltschaft Hanau geforderten Strafmaß von acht Jahren. Die Höchststrafe für Vergewaltigung liegt bei 15 Jahren. Der Prozess fand zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Richterin Wetzel gab in ihrer Urteilsbegründung aber einen kleinen Einblick in das bisherige Leben des Großauheimers: Frühgeburt, Entwicklungsstörungen, Misserfolge in der Schule und überbehütet von der Mutter. Seine Einsamkeit über viele Jahre habe zu einer Sozial-Isolation geführt und der konstante Konsum von Cannabis letztlich auch am Tattag zu einer Senkung der Hemmschwelle. „Der Angeklagte konnte sich selbst nicht erklären, warum er Täter geworden ist“, so Wetzel. Vorbestraft sei er bisher nicht.

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Am 16. August 2015 hatte er die junge Frau aus einem Gebüsch heraus in der Auheimer Straße angegriffen und mit einem Taschenmesser bedroht. Er führte die 17-Jährige in eine dunkle Ecke und verging sich an ihr, „in den schlimmsten Varianten“, so Wetzel. „Das Leben dieses Mädchens ist ein anderes und es wird nie mehr so sein, wie es vorher war“, sprach Wetzel von einem traumatischen Erlebnis für das Opfer. Bereits drei Tage zuvor scheiterte ein Vergewaltigungsversuch in Nähe des späteren Tatorts an der heftigen Gegenwehr des Opfers.

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azi

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