Tradition

So war die Mainkerb auf dem TSV-Sportgelände 

Second Spring heizten den Besuchern am Samstagabend im Kerbzelt kräftig ein.

Bei dem Schubkarrenrennen bei der Mainkerb am TSV-Sportgelände lebten alte Traditionen wieder auf. Es gab aber auch Live-Musik.

Klein-Auheim – Die Karnevalsgesellschaft Klein-Auheim ließ gestern Nachmittag bei der Mainkerb auf dem Festplatz am TSV-Sportgelände mit Schubkarrenrennen einen Gaudiwettbewerb wieder aufleben, den es zuletzt vor 20 Jahren bei einer Kerb im Stadtteil gegeben hatte. Zunächst gingen 13 Kinder in zwei Altersklassen auf den Parcours, der möglichst schnell zu bewältigen war. Angefeuert von rund 200 Zuschauern, folgten dann drei Erwachsenen-Teams. Hier musste jeweils im Duo der Schubkarren durch und über die Hindernisse gelenkt werden.

Mit viel Livemusik, geselligen Treffen und so manchem Kaltgetränk begeisterte die viertägige Mainkerb am Wochenende jüngere und ältere Besucher. Seit 1999 wird die Kerb von der 1. KG ausgerichtet. Zum Dank und als weitere Premiere stand gestern Vormittag ein ökumenischer Gottesdienst auf der Autoscooter-Fläche an, in dem in den Fürbitten auch an Willi Köchling erinnert wurde, Urgestein der KG. Im Vorjahr war er am Kerbmontag im Festzelt verstorben. „Fröhlichkeit und Trauer können bisweilen eng zusammen liegen“, meinte ein Kerbbesucher.

Mit „Hain vom Main“ stellten die KG-Elfer heuer den in einem Schlauchboot über der Bühne sitzenden Kerbborsch. Am Samstagabend wurde die mit Kapitänsmütze und Pfeife ausstaffierte Kerbpuppe von den Elferratsmitgliedern ins Festzelt getragen. Dazu wurde den Besuchern im voll besetzten Zelt eine gereimte Geschichte vorgetragen und „Hain vom Main“ schließlich mit einer Winde unters Zeltdach gehievt.

Ortsvorsteher Sacha Feldes schlug im Anschluss beim Bieranstich mit nur drei Holzhammerschlägen das 50-Liter-Freibier-Fass an. Der Gerstensaft wurde an die Kerbgäste verteilt. „Wir haben es auch heuer wieder geschafft, mit vielen Helfern eine viertägige Mainkerb auf die Beine zu stellen“, sagte KG-Sitzungspräsident Stefan Schönberg. „Es ist schön, dass die Kerb-Tradition bewahrt wird“, stießen die KG-Vorsitzende Rosi Bauer, Stefan Schönberg und Ortsvorsteher Feldes mit den Gästen auf das Gelingen der KG-Kerb an. Dann stand dem ausgelassenen Abend mit der Rockformation Second Spring nichts mehr im Wege. Mit einer Mischung aus neu einstudierten Songs, Oldies und Rock brachten die Mannen um Franz Urso das Zelt zum Kochen.

Tolle Stimmung herrschte auch bereits am Freitagabend als die Band Keyout mit „Party- und Querbeet-Musik“ für einen gelungenen Kerbauftakt sorgte. Derweil mischte die KG-Bar-Crew an den Abenden Cocktails und Longdrinks.

Gestern wurde bei der Mainkerb eine „Klanaamer Summer Night“ mit den Maa Rockern und ein Kessel Buntes geboten. Heute Nachmittag endet das von Fahrgeschäften und Buden begleitete Kerbtreiben. Der Frühschoppen startet um 11 Uhr. Gegen Mittag servieren die Hellebachfinken ihre selbst zubereitete Erbsensuppe.

Von Holger Hackendahl

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