Hanau

So soll sich Pioneer bis 2023 entwickeln

Die LEG-Geschäftsführer Martin Bieberle (links) und Dr. Marc Weinstock. Fotos: Axel Häsler

Hanau. 50 Hektar Fläche, 1600 Wohneinheiten, 5000 Menschen, 500 000 Euro Gesamtinvestitionssumme – Die numerischen Eckdaten zum Pioneer Park lesen sich wie eine Aufreihung von Superlativen. Das „Quartier der Zukunft“ soll das ehemalige Kasernenareal im Stadtteil Wolfgang werden, „vielfältig, zukunftsorientiert und nachhaltig“.

Von Kerstin Biehl

Slogans und Adjektive wie diese fielen auf der Pressekonferenz am Dienstag, bei der sich alle Bauträger mit ihren Projekten vorstellten, immer wieder.

Ein aufwändig gedrehter Imagefilm informierte die Anwesenden, unter ihnen zahlreiche Pressevertreter sowie sämtliche Bauträger, über das, was auf dem ehemaligen Kasernengelände vor sich geht. Das Treiben dort ist geprägt von Erde, Schutt, Bagger‧schaufeln und Kipplastern. Es wird geschuftet, das machte auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky deutlich: „Hier wird tempoharte, akkurate Arbeit geleistet, und das mit Herzblut.“ Um Wohnraum zu schaffen. Wohnraum, der in der Rhein-Main-Region dringend benötigt wird.

Viele verschiedene Wohnmodelle

Das ehrgeizige Projekt Pioneer-Park, das 2023 fertiggestellt sein soll, findet deutschlandweit Beachtung, wurde kürzlich im Rahmen des Immobilien-Dialogs mit dem „Game Changer Award“ ausgezeichnet. Und der Wolfgänger Boden ist begehrt, bereits 95 Prozent der Grundstücke, die für Bauträger vorgesehen sind, sind verkauft. Der Bebauungsplan ist beschlossen, die Erschließungsarbeiten laufen auf Hochtouren.

Neben Wohnen in vielfältiger Form – Einzelhäuser, Reihenhäuser, Geschosswohnungsbau mit Miet- und Eigentumswohnungen, Kettenbungalows, generationenübergreifende Wohneinheiten – sind eine Kindertagesstätte, eine Schule, ein Hotel und eine Seniorenwohneinrichtung geplant.

Vor Ort leben statt zu pendeln

Als „Königsprojekt der Konversion in Hanau“ bezeichnet Kaminsky das Mammutprojekt, als „Pioneer-Familie“ seine Akteure, die die Gelegenheit nutzten, für ihre Bauprojekte ordentlich Werbung zu machen.

Derzeit gebe es doppelt so viele Menschen, die nach Hanau pendeln wie solche, die aus der Stadt herauspendelten. „Denen wollen wir ein Lösungsangebot machen: Ziehen sie doch nach Pioneer, dann haben Sie es morgens kürzer auf die Arbeit“, sagte der OB.

Grundschule ab 2023 nutzbar

LEG-Geschäftsführer Marc Weinstock betonte die soziale Komponente des „Zukunftsquartiers“. So böte Pioneer für alle Einkommensschichten ein entsprechendes Wohnangebot. Zudem verwies er auf die ökologische Komponente des nahezu klimaneutral geplanten Quartiers.

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel informierte über den Bau einer Kindertagesstätte namens Gartenzwerge sowie einer inklusiven Grundschule mit Turnhalle. Die Kita soll in acht Gruppen Platz für bis zu 175 Kinder bieten. Voraussichtlicher Baustart für die Kindertagesstätte wird Anfang 2020 sein, die Fertigstellung ist für Winter 2021 vorgesehen. Die Grundschule wird voraussichtlich ab Sommer 2023 nutzbar sein. In diese Projekte steckt die Stadt rund 20,8 Millionen Euro.

Erster Bauabschnitt in acht Wochen übergabebereit

Künftige Nutzer werden noch für die restlichen der fünf westlichen Brüder gesucht. Diese könnten für Büros, Dienstleistungen oder Co-Working-Spaces genutzt werde. Auch die ehemalige Kapelle sowie das kleine Pförtnerhaus sind auf der Suche nach Ideengebern und kostenfrei zu haben.

Die Abbruch- und Erschließungsarbeiten, in deren Rahmen 56 Gebäude abgerissen wurden, sind weit fortgeschritten. Laut Weinstock sei in acht Wochen der erste Bauabschnitt übergabebereit. 2020 sollen die ersten Grundstücke im zweiten Bauabschnitt übergeben werden.

Gesamtfertigstellung 2023

Die ersten Bewohner sollen im ersten Halbjahr 2020 in den Pioneer Park ziehen, denn im Triangle Housing (hier sind bereits 312 Wohnungen verkauft) befinden sich die ersten Gebäude schon im Endausbau. Mit der Fertigstellung des Gesamt-Projekts rechnet die LEG Hessen-Hanau für Ende 2023.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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