Parlament folgt Anregung der CDU

Sportplan soll neuen Ansprüchen gerecht werden

Hanau - Aus dem Jahr 2008 stammt der erste Hanauer Sportentwicklungsplan. Vor dem Hintergrund einer seitdem deutlich gewachsenen Einwohnerzahl und neuer Sporttrends sei es höchste Zeit, den Sportplan fortzuschreiben. Von Dirk Iding 

Das findet nicht nur die CDU-Fraktion in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung, die einen entsprechenden Antrag stellte. Einstimmig folgte das Parlament der Initiative, die der Steinheimer CDU-Stadtverordnete Jens Böhringer begründete. Er forderte, dass ein zweiter Sportentwicklungsplan nicht nur neue Sporttrends aufnehmen, sondern auch den Zustand der aktuellen Sportanlagen erfassen müsse. „Die Zustände der Sportanlagen sind nicht immer die besten“, monierte Böhringer. So könne warmes Wasser aus zumindest einer Dusche schon Luxus sein. Nach seiner Auffassung fehle es in Hanau beispielsweise an Kunstrasenplätzen oder an einer Tartanbahn für Leichtathleten.

Die Steinheimer SPD-Stadtverordnete Gabriele Ewald sprach sich im Namen der Koalition ebenfalls für eine Fortschreibung des Sportentwicklungsplans aus, verwies aber auch darauf, dass ungeachtet dessen in Hanau an einer stetigen Entwicklung des Sportangebots gearbeitet werde. Die neue Boulder-Anlage des Deutschen Alpenvereins, die mit Unterstützung der Stadt Hanau an der Sporthalle Hessen-Homburg errichtet wurde, sei dafür ein Beispiel.

Oberbürgermeister und Sportdezernent Claus Kaminsky (SPD) erinnerte daran, dass in den vergangenen zehn Jahren vieles von dem, was im ersten Hanauer Sportentwicklungsplan angeregt auch umgesetzt wurde. Zwischen 2008 und 2017 habe Hanau 22,2 Millionen Euro in Sportanlagen investiert, davon neun Millionen in neue Sportstätten und 13,2 Millionen in Sanierungen.

Fotos zur 6. Hanauer Gesundheitsmesse

Man wisse um die Bedeutung des Sports für eine Stadt, unterstrich der Rathauschef. So habe die Stadt auch in Zeiten größter finanzieller Schwierigkeiten an der kostenlosen Bereitsstellung von Sportstätten für Vereine festgehalten. Projekte wie der Grüne Ring oder der Bürgerpark Hochgericht mit seinen Sportangeboten seien Beispiele dafür, dass wegweisende Anregungen aus dem ersten Sportentwicklungsplan umgesetzt worden seien. Kaminsky kündigte an, dass eine Fortschreibung des Sportentwicklungsplans „im Kontext des nächsten Haushalts“, also ab 2020, angegangen wird.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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