Srita Heide will Schüler besser schützen

CDU-Landratskandidatin für Kameras an Bushaltestellen

Hanau/Main-Kinzig-Kreis - Während in Hanau noch über die geplante Ausweitung der Videoüberwachung in der Innenstadt diskutiert wird spricht sich die CDU-Landratskandidatin Srita Heide für die Einführung von Überwachungskameras an Schulbushaltestellen aus.

Immer öfter käme es bei Schülern zu Raub oder räuberischer Erpressung unter Gleichaltrigen, vor allem außerhalb des Schulhofs, begründet Heide ihren Vorstoß. Kinder und Jugendliche seien vor allem auf dem Schulweg gefährdet, Opfer physischer und psychischer Gewalt zu werden. Dazu zähle auch das um sich greifende Mobbing bis hin zu einzelnen Fällen von erwachsenen Gefährdern, die sich in der Nähe von Kindergärten und Schulen herumtreiben könnten. „Der Schutz unserer Kinder und Jugendlichen ist ein ganz besonderer Aspekt, wenn wir über das Thema öffentliche Sicherheit sprechen“, sagt die CDU-Landratskandidatin. Hier seien auch die Politiker gefragt, nach innovativen Lösungen zu suchen. Eine solche Lösung ist nach Heides Einschätzung die Videoüberwachung. Im Falle ihrer Wahl zur Landrätin will sich die Christedemokratin deshalb dafür einsetzen, dass Kameras auch an ausgewählten Schulbushaltestellen im Main-Kinzig-Kreis angebracht werden, um damit die Sicherheit der Schüler zu erhöhen. „Vorausgesetzt natürlich, dass die Mehrheit der Eltern dies befürwortet“, so Heide.

Zur Gewalt neigende Jugendliche würden es sich dann möglicherweise zweimal überlegen, ob sie vor der Kamera zuschlagen oder Mitschüler bestehlen. Kommt es dennoch zu einem Vorfall, ließe sich dieser leichter aufklären. „Natürlich darf das nur unter strengster Beachtung des Datenschutzes geschehen“, so die Christdemokratin. Das bedeute, dass der Zugriff auf die Bilder nur aus konkretem Anlass und nur durch besonders Befugte erfolgen dürfe, beispielsweise die Polizei. Eine große Mehrheit der Bürger stehe der Videoüberwachung positiv gegenüber, bezieht sich Heide auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Magazins Focus.

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Bei ihren Plänen verweist Heide auch darauf, dass nicht nur das Bundesinnenministerium mehr Mittel für diese sicherheitstechnische Maßnahme angekündigt habe, sondern auch die hessische Landesregierung 2017 für die kommunale Videoüberwachung 1,3 Millionen Euro zur Verfügung stellen wolle.

Die Landratskandidatin hat das Projekt am Beispiel von 50 Schulbushaltestellen (gleich 50 Kameras) quer durch den Kreis durchgerechnet: Je nach technischer Ausführung käme ein niedriger sechsstellige Betrag für Hardware und Installation zusammen, plus Betriebskosten. Im Falle ihrer Wahl zur Landrätin wolle sie sich dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche ganz besonders von den von Bund und Land bereitgestellten Mitteln profitieren. „Dann ist Videoüberwachung an Schulbushaltestellen im Main-Kinzig-Kreis eine realistische Option – wenn die Eltern das wollen“, so Srita Heide. J  lho

Rubriklistenbild: © dpa

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