„Orte der Integration schaffen“

Millionen-Förderung für Kita-Projekt im künftigen Pioneer-Park

Wolfgang - Hanau ist in den vergangenen Jahren um rund 10.000 Einwohner gewachsen. Und der Boom hält an. Das größte Wohngebiet, das derzeit geplant wird, entsteht in den nächsten Jahren auf dem Gelände der Pioneer-Kaserne in Wolfgang.

Bis zu 5000 Menschen werden dort leben. Unter anderem entsteht dort eine neue Kindertagesstätte, für die Hanau eine Millionen-Förderung bekommt.
„Hanau ist bunt. Hanau ist jung und wächst. Hanau lebt Integration. Hanau schafft Orte der Integration.“ Unter diesem Motto hatte die Stadt beim Hessischen Umweltministerium für sich und den Standort geworben. Und das treffe auch auf das neue Quartier zu, das in den nächsten Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Pioneer-Kaserne entstehen wird, heißt es. Eine Notwendigkeit, die sich aus diesem städtebaulichen Megaprojekt ergibt, ist dank einer guten Nachricht aus dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz jetzt leichter zu realisieren: Der Stadt ist es gelungen, mit dem Projekt „Sprach-Kita für Pioneer“ in das Landesprogramm Investitionspakt Soziale Integration im Quartier aufgenommen zu werden.

Gefördert werden hier quartierbezogene Bauprojekte, die den sozialen Zusammenhalt und die Integration vor Ort unterstützen und nachhaltig stärken. „Quartiere und Nachbarschaften sind die zentralen Orte des Zusammenlebens. Und Integration kann nur dort entstehen, wo Menschen aufeinandertreffen“, führt Ministerin Priska Hinz (Grüne) dazu aus. Die ausgewählten Projekte zur sozialen Integration werden mit einer staatlichen Förderquote von 90 Prozent unterstützt. „Für Hanau bedeutet das einen Zuschuss von 3,96 Millionen Euro“, freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Hanau habe mit seinem Konzept für eine Kindertageseinrichtung, die ihren Schwerpunkt auf der Sprachförderung hat, punkten können. „Es zeugt von der hohen Wertschätzung des Landes für unseren Einsatz in Sachen Stadtentwicklung, dass wir ein weiteres Mal mit einem überzeugenden Konzept in ein Förderprogramm aufgenommen wurden,“ kommentiert der OB die mit Abstand höchste Zuwendung, die in 2018 hessenweit aus diesem Förderprogramm gewährt wurde.

Bilder: Hanau feiert auf dem Bürgerfest

Auch dieses Jahr war die Stimmung auf dem Bürgerfest wieder ausgezeichnet.

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Bürgermeister Axel Weiss-Thiel erläutert, dass die neue Kita im künftigen Pioneer-Park auch eine wesentliche Funktion für das Zusammenwachsen des neuen und alten Stadtquartiers in Wolfgang erfüllen werde. Neben der Zielgruppe von Familien mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren seien auch Ehrenamtstätigkeiten und Vereinskooperationen für eine generationsübergreifende Öffnung des Hauses von besonderer Bedeutung.

„Die Vielfalt der Kulturen wird in Hanau durch mehr als 130 Nationen repräsentiert. Elementarpädagogik und interkulturelle Familienarbeit, die im Alltag gesellschaftliche Werte wie Respekt, Toleranz und Offenheit lebt, kann äußerst familiennah agieren. Auf diese Weise trägt die Kita dazu bei, verbindend und friedensstiftend die Stimmung im Stadtteil zu prägen“, zitiert Weiss-Thiel aus dem Förderantrag.

Kinder sicheren Umgang mit Feuer üben lassen

"Hände weg vom Feuer": Dieser Grundsatz gilt heute nicht mehr. Kinder sollen früh lernen, mit Feuer sicher umzugehen. Foto: Franziska Gabbert

Feuer übt auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Umso wichtiger ist deshalb, dass sie früh einen sicheren Umgang damit lernen. Foto: Franziska Gabbert

Richtig löschen: Auch das lernen Kinder spielerisch beim Feuer-Workshop in der Kita "Die Arche". Foto: Franziska Gabbert

Kain Karawahn liegt die Feuererziehung von Kindern am Herzen. Er bietet zum Beispiel Kurse in Kindergärten sowie Schulen an und bildet Pädagogen aus. Foto: Franziska Gabbert

Mit den Armen den Raum ausmessen: Mit dieser Übung zeigt der Feuerkünstler Kain Karawahn den Kindern, welchen Umfang ein guter Platz zum Feuermachen haben sollte. Foto: Franziska Gabbert

Der selbst gebastelte Feuertopf hilft Kindern dabei, die Gefahren von Feuer besser einschätzen zu lernen. Foto: Franziska Gabbert

Von allen Seiten die Flammen treffen: So lernen Kinder, das Feuer zu beherrschen. Foto: Franziska Gabbert

Die Planungen sehen vor, dass die Kita am östlichen Rand des Pioneer-Parks gebaut wird, in direkter Nachbarschaft zur künftigen Grundschule. Dies ist sowohl der Tatsache geschuldet, dass im Bereich der so genannten Triangle-Housing die größte Wohndichte herrscht, als auch der guten Erreichbarkeit für Kinder aus dem bereits bestehenden Wolfgänger Gebiet. Für die Kita sind sieben Gruppen vorgesehen, was einer Belegung mit 140 bis 150 Kindern entspricht. Die Gesamtkosten sind mit 4,4 Millionen Euro veranschlagt. Davon muss die Stadt nach der jetzt bewilligten Förderung aus dem Landestopf nur 440.000 Euro selbst aufbringen.

Mit der Förderung der Kindertagesstätte im Investitionspakt Soziale Integration im Quartier knüpft das Land Hessen direkt an ein bereits laufendes Programm auf Pioneer an. Im vergangenen Jahr war das weitläufige Areal mit der Konzeption „Klima-Pionier-Quartier“ in das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen worden. (cs)

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