Hanau belohnt Selbstbetreuung

Stadt Hanau: Gebührenfreie Kitapause bis Ende Januar möglich

Für Eltern wird die Kinderbetreuung in Wiesbaden deutlich günstiger (Symbolbild).
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Wer sich in Hanau derzeit selbst um die Betreuung seiner Kitakinder kümmert, kann eine Gebührenbefreiung bis Ende Januar beantragen.

„Wir unternehmen alles, damit die Kitas geöffnet bleiben können“, versprechen Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Astrid Weiermann, Leiterin des Eigenbetriebs Hanau Kindertagesbetreuung, laut Mitteilung.

Doch angesichts der steigenden Infektionszahlen und der immer wieder auftretenden Verdachtsfälle, auch in den städtischen Einrichtungen, sei zu beobachten, dass immer mehr Familien die Kinderbetreuung wieder aus eigenen Kräften organisieren, um außerhäusliche Kontakte zu minimieren.

Ein Vorgehen, das durchaus auf großes Verständnis bei den Verantwortlichen stößt. Deshalb hat die Stadt entschieden, dass die Familien, die derzeit die Betreuung in den Einrichtungen nicht nutzen wollen, keine Gebühren zahlen müssen und so finanziell entlastet werden sollen. Bis Ende Januar können betroffene Eltern ihre Kinder freistellen lassen. Das bedeutet auch, dass in diesen Fällen für November, Dezember und Januar zusätzlich die Zahlung der Verpflegungspauschale entfällt. „Gleichzeitig garantieren wir aber den Platz in der Betreuungseinrichtung“, nimmt Weiss-Thiel den Eltern die Sorge, dass mit der Unterbrechung der bestehende Vertrag ungültig werden könnte.

Gleiches gilt auch für Eltern mit Kindern, die in diesen Tagen mit ihrer Kindergartenzeit beginnen sollten. „Wir wollen, dass alle diese wichtige Phase mit einem guten Gefühl starten können, deshalb räumen wir die Möglichkeit ein, die Eingewöhnung zu verschieben“, weiß Weiermann, dass diese Übergangsphase für Eltern und Kinder eine ganz besondere Etappe darstellt, „die nicht von Ängsten und Sorgen wegen Corona überschattet sein sollte“. Auch hier gilt das Versprechen, dass der Anspruch nicht verfällt und der Betreuungsplatz freigehalten wird.

„Wir hoffen sehr, dass wir den Betroffenen ein bisschen Sorge nehmen können“, so Weiermann. Sie hofft, dass die mit diesen Regelungen geschaffene Flexibilität und finanzielle Entlastung den Alltag der Familien in diesen schwierigen Zeiten erleichtern kann. Dabei dankt sie auch den Eltern ausdrücklich für die Anstrengungen in dem Bemühen, den Ausnahmealltag zu bewältigen, und das gute Miteinander vor Ort in den Kitas.  kb

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