Alternativ-Sommerprogramm in Planung

Stadt sagt Lamboyfest ab

Was für das Oktoberfest in München gilt, gilt auch für das Lamboyfest in Hanau: Es wird auch in diesem Jahr pandemiebedingt nicht stattfinden können. Das teilte die Stadt Hanau gestern mit. „Jede andere Entscheidung wäre angesichts der aktuellen Lage verantwortungslos, sowohl den Besucherinnen und Besuchern als auch den Mitwirkenden gegenüber“, erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky in der Mitteilung.

Hanau – Das älteste Volksfest Hessens sollte vom 12. bis 14. Juni stattfinden. Kaminsky zeigt sich zuversichtlich, dass eine Rückkehr in ein halbwegs normales Leben noch in diesem Sommer möglich sein wird. „Deshalb arbeiten wird intensiv an Alternativ-Planungen für Veranstaltungen und Feste ab Juli“, verdeutlicht Kaminsky seine Haltung, dass in diesem Jahr nicht einfach alles abgesagt werden solle. „Die Menschen sehnen sich nach gemeinsamen Erlebnissen – und diese werden wir ihnen unter Berücksichtigung aller Hygieneregeln in diesem Sommer in Hanau anbieten“, verspricht der OB und verweist dabei unter anderem auf die Brüder-Grimm-Festspiele, die wie berichtet nicht abgesagt, sondern auf einen späteren Zeitraum (Start am 1. Juli) verschoben worden sind. Beim Lamboyfest sei dies leider nicht möglich, da insbesondere die beteiligten Vereine eine verlässliche Vorlaufzeit bräuchten, so Kaminsky.

Dort, wo spontane Lösungen möglich seien, würden diese umgesetzt – so zum Beispiel beim Johannisfeuer und Altstadtfest in Steinheim. Dieses kann auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt mit Publikum stattfinden, wird mit Unterstützung der Stadt am Donnerstag, 24. Juni, aber wenigstens online stattfinden. „Wir planen gemeinsam mit den Steinheimer Vereinen im Rahmen von ‚Hanau Daheim’ eine Live-Übertragung aus dem Schlosshof“, erläutert Bernd Michel vom städtischen Veranstaltungsbüro. Die Detailplanungen liefen auf Hochtouren. Dass die Übertragung nicht am eigentlichen Johannistag (23. Juni) stattfindet, hänge mit der Fußball-EM zusammen: Dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft sei man mit der Verschiebung ausgewichen.

Dass Veranstaltungen in diesem Jahr nicht einfach abgesagt würden, werde auch beim 21. Internationalen Keramikmarkt deutlich, der eigentlich Ende Juni im Schlossgarten hätte stattfinden sollen. „Wir prüfen derzeit, wie wir ihn in den Kunsthandwerkermarkt im August integrieren können“, sagt Michel.  das

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