Projekt „Sitzen am Fluss“ soll das Großauheimer Mainufer bereichern

Steinblöcke zwischen Schilf

Unmittelbar am Wasser sollen die Steinquader des Projekts „Sitzen am Fluss“ aufgestellt werden. Dies sind Detailansichten aus dem Entwurf des Planungsbüros ASL für die neue Station der Regionalpark-Route Rhein-Main. 
grafik: ASL
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Unmittelbar am Wasser sollen die Steinquader des Projekts „Sitzen am Fluss“ aufgestellt werden. Dies sind Detailansichten aus dem Entwurf des Planungsbüros ASL für die neue Station der Regionalpark-Route Rhein-Main. grafik: ASL

Großauheim – „Das Mainufer ist für Hanau ein Schatz der Natur, den wir noch mehr ins Bewusstsein von Entspannung Suchenden bringen sollten.“ Dieser Auffassung ist Stadtrat Thomas Morlock (FDP). Dazu beitragen soll bald ein weiteres Projekt, das im Rahmen der Regionalpark-Route Rhein-Main am Großauheimer Mainufer realisiert wird. Es trägt den klingenden Namen „Sitzen am Fluss“.

Stadtrat Morlock spricht von „Erlebnispunkten“, die entlang der Regionalpark-Route geschaffen werden - und dabei kämen stetig neue hinzu. Das Projekt „Sitzen am Fluss“ am Großauheimer Mainufer werde dazu beitragen, den Stellwert des Lebens an einem Fluss vor Augen zu führen, meint Morlock.

Beim geplanten Projekt „Sitzen am Fluss“ werde es sich um bogenförmig angelegte Treppen und Sitzmauern am Mainufer handeln. Sie bieten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich direkt am Wasser niederzulassen. Die Planung sieht laut Morlock Stufen und Sitzquader aus schweren, gebrochenen Muschelkalkblöcken am Ufer vor. Die Steinblöcke sollen es ermöglichen, direkt ans Wasser zu treten oder dort zu sitzen und den Fluss hautnah zu erleben.

Dabei sollen die massiven Sitzblöcke aber auch samt anzupflanzender Strauchweiden der Uferbefestigung dienen, sieht Morlock darin einen weiteren Vorteil des geplanten Konzepts. Die naturnahe Bepflanzung soll „die Ausstrahlung des Ortes unterstützen und den Bereich harmonisch in den Uferbereich einfügen“, erklärte der Stadtrat wörtlich. Außer Strauchweiden sei auch Schilf als Bepflanzung vorgesehen.

Die Steinblöcke böten mit maximal zweieinhalb mal zwei Metern Grundfläche ausreichend Platz, um auch in kleinen Gruppen die Flusslandschaft zu entdecken oder sich auszuruhen. Eine Rampe in Rasenbauweise oder mit weitfugig verlegtem Naturstein erlaube - bei etwa zehn Prozent Gefälle - einen einfacheren Zugang zu den Pegelquadern zwischen den Natursteinblöcken. Das Projekt „Sitzen am Fluss“ ist sowohl in Höhe der Pilgerstraße am Großauheimer Mainufer vorgesehen als auch in Verlängerung der Hintergasse.

Der Kostenrahmen ist auf 135 000 Euro festgesetzt. Der Eigenanteil der Stadt Hanau betrage dabei 75 000 Euro, so der Stadtrat. Die Dachgesellschaft Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH bezuschusst das Projekt mit 60 000 Euro. Der Zuschuss setzt sich zusammen aus je 20 000 Euro Eigenmitteln der Dachgesellschaft sowie der Fraport AG und des Landes Hessen.

Der Magistrat hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die Stadtverordneten befassen sich in ihrer Sitzung am Montag, 14. Dezember, mit dem Thema.

Im Laufe der vergangenen Jahre sind im Rahmen der Regionalparkroute bereits mehrere Erlebnispunkte in Hanau entstanden wie der Balkon an der Kinzigmündung, das Waldportal in Wilhelmsbad, am Main die Rast-Punkte Besitzbar, Beliegbar, Besteigbar und Anlegbar sowie unlängst der Hafenbalkon. „All diese Orte tragen dazu bei sich mit der Rhein-Main-Region als Natur- und Kulturraum identifizieren zu können“, ist Hanaus Gründezernent überzeugt. Allerdings haben es zwei dieser Erlebnispunkte auch bereits zu Einträgen im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes gebracht. Das Wilhelmsbader Waldportal und der sogenannte hafenbalkon am Steinheimer Mainufer. In beiden Fällen, so der Bund der Steuerzahler, stünden die hohen Kosten in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen der Objekte.  did

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