Betörender Duft

Andreas Lang hat 60 Pfingstrosen-Arten in seinem Garten

Bei einem Ausflug in den Hunsrück entdeckte Andreas Lang, Vorsitzender des Kleingartenvereins Steinheim, vor fünf Jahren seine Liebe zu Pfingstrosen. 
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Bei einem Ausflug in den Hunsrück entdeckte Andreas Lang, Vorsitzender des Kleingartenvereins Steinheim, vor fünf Jahren seine Liebe zu Pfingstrosen.

Die erste intensive Begegnung mit Paeonia liegt fünf Jahre zurück. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Andreas Lang. Das war in Wonsheim im Hunsrück.

Steinheim –  Ein Gartennachbar nahm den Steinheimer damals mit zum Besuch einer Pfingstrosenbaumschule.

Seitdem haben es die Paeonia, so die botanische Bezeichnung der Pfingstrosen, dem 41-Jährigen angetan wie keine andere Pflanze sonst. Der Vorsitzende des Kleingartenvereins Steinheim hegt und pflegt in seinem Schrebergarten in der Anlage am Rabenstein mittlerweile sogar zwischen 50 und 60 verschiedene Sorten von Strauch- und Staudenpfingstrosen.

Die gelbblühende Itoh-Hybrid-Pfingstrose gehört zu den Raritäten im Garten von Andreas Lang. Rechts eine rosablühende Staudenpfingstrose mit goldenem Tupfer.

Die mehr als handtellergroßen Blüten sind echte Hingucker, farbenfrohe Kunstwerke der Natur. Auch Andreas Lang, beruflich im Garten- und Landschaftsbau tätig ist, war sofort von „der Blütenform, den Farben und dem unbeschreiblich betörenden Duft der Paeonien“, hellauf begeistert. „Ich habe mir gleich fünf Töpfe mit Staudenpfingstrosen mitgenommen“, erinnert er sich an den Ausflug in den Hunsrück.

Die weiteren, die mittlerweile in seinem Garten wachsen, hat sich Lang nach und nach als Wurzelknollen im Internet bestellt oder bei einem Artenfachmarkt in Niedereschbach erworben. „Eigentlich habe ich alle Pfingstrosen innerhalb von zwei Jahren gekauft. Wenn ich an etwas Interesse habe, dann läuft das relativ flott“, schmunzelt der Blumenfreund, der an die 50 Sorten Dahlien in seinem Garten zieht. „Die haben ebenfalls tolle Blüten und blühen von Juli bis zum ersten Frost“. Die Dahlien-Beziehung entstand nach einem Besuch der Bodenseeinsel Mainau.

Die Strauchpfingstrosen sind jedes Jahr die ersten Pfingstrosen, die im Langschen Kleingarten blühen, noch vor den Stauden-Pfingstrosen. In diesem Jahr gingen die ersten Blüten schon Anfang Mai auf, berichtet der Fachmann. Danach folgten die Itoh-Hybriden, „benannt nach ihrem japanischen Züchter“, wie Lang beim Rundgang durch seine grüne Oase am Rabenstein erzählt, auf der man auch Obstbäume und Gemüse findet. „Die Itoh-Pfingstrosen wurden vor 50 Jahren gezüchtet und sind eine Kreuzung zwischen Stauden- und Strauchpfingstrosen“, berichtet er. Als letzte im Pfingstrosen-Jahreszyklus erblühen die typischen Staudenpfingstrosen – „meist gegen Ende Mai und damit meist rund um das Pfingstfest“, erläutert der 41-Jährige. Pfingstrosen seien frosthart, erfährt der Besucher, ihre Blüten halten wenige Minusgrade aus. Lang: „Die Blüte ist vor Frösten etwa während der Eisheiligen in der mehrere Zentimeter Durchmesser messenden Knospe geschützt.“ Auch mit einer kürzeren Trockenphase hat die Pfingstrose wenig Probleme. „Durch die Knolle ist die Pflanze gut mit Feuchtigkeit versorgt.“

VON HOLGER HACKENDAHL

Ein besonderer Hingucker ist diese chinesische Edel-Pfingstrose.

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