Rückkehr nach Bad Vilbel

Steinheimerin wieder am FFH-Mikro: Kathrin Sawatzki kehrt nach zehn Jahren zum Bad Vilbeler Radiosender zurück

Nach zehn Jahren Pause klingt die Stimme von Kathrin Sawatzki wieder in den Ohren der FFH-Hörer.
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Nach zehn Jahren Pause klingt die Stimme von Kathrin Sawatzki wieder in den Ohren der FFH-Hörer.

Eine markante Stimme ist zurück am FFH-Mikrofon. „Es ist wie nach Hause kommen“, sagt Kathrin Sawatzki über ihre Rückkehr zum Bad Vilbeler Radiosender. Zehn Jahre nach ihrem FFH-Abschied hat die Steinheimerin ihre ersten Sendungen gemeistert.

Hanau/Bad Vilbel – „Ich habe viele herzliche Nachrichten bekommen. Treue Hörer und frühere Staupiloten haben direkt nachts im Studio angerufen, weil sie meine Stimme gleich erkannt haben“, berichtet die 40-Jährige von den ersten Reaktionen auf ihr FFH-Comeback. „Mir war klar, dass manche den Namen erkennen. Ich war aber doch überrascht, wie viele genau hinhören“, verrät sie.

Kathrin Sawatzki hält Comeback erst mal geheim

Denn vor ihrer ersten Sendung hat sie die Rückkehr gar nicht an die große Glocke gehängt. Erst vor der zweiten Sendung postete sie in den sozialen Medien ein Foto von sich am FFH-Mikrofon. „Ich dachte mir, bevor beim ersten Mal was schief geht“, meint Kathrin Sawatzki, lacht und ergänzt, dass sie dennoch von Anfang an ein bisschen Druck verspürte.

„Unser Geschäftsführer Marco Maier hatte mir gleich gesagt: ‘Versemmel es nicht, ich hör dir zu!’“ Wieder lacht die sympathische Moderatorin, die wie Maier ihr Volontariat einst bei Radio Primavera absolviert hatte.

Mit FFH-Moderator Johannes Scherer befreundet

Bei dem Aschaffenburger Sender startete auch die Karriere von FFH-Urgestein Johannes Scherer. Mit ihm weckte Kathrin Sawatzki zwischen 2001 und 2010 jahrelang die FFH-Hörer. „Mit Johannes bin ich befreundet, er wusste schon von den Vorgesprächen mit den Chefs“, verrät die zweifache Mutter. „Ich habe einen Anruf vom Programmdirektor bekommen, der meinte, er hätte gehört, dass ich Langeweile habe. Da habe ich erst mal gelacht und gesagt: ‘Langeweile nicht, aber ich habe noch Kapazitäten frei.’“

Kathrin Sawatzki wird vor allem an den Wochenenden aus dem Studio in Bad Vilbel moderieren. „Ich bin Hausfrau und Mutter, mein Mann unter der Woche beruflich unterwegs“, freut sie sich über die neue berufliche Abwechslung. Nach ihrer ersten FFH-Zeit moderierte sie bei RPR1 in Ludwigsburg und war Programmdirektorin bei Radio Primavera. Vor eineinhalb Jahren machte sie sich selbstständig, richtete sich in Steinheim ein Kellerstudio ein, wo sie Werbung einspricht oder Sprecheraufträge umsetzt.

Kathrin Sawatzki moderiert an Neujahr

Am kommenden Sonntag ist Kathrin Sawatzki von 12 bis 15 Uhr zu hören. Am Neujahrstag moderiert sie zwischen 10 und 14 Uhr eine Horoskop-Sendung. „Früher habe ich bei FFH immer die Horoskope vorgelesen“, schwelgt Kathrin Sawatzki in Erinnerungen. Doch in den vergangenen zehn Jahren hat sich auch beim Bad Vilbeler Sender viel verändert.

Steinheimerin trifft viele bekannte Gesichter

Trotzdem sei die Fahrt und das Betreten des Funkhauses zum ersten Gespräch „wie nach Hause kommen“. Etwas traurig ist sie, dass sie die neuen alten Kollegen „leider nicht so drücken kann, obwohl man sich so freut“. Es seien noch viele Menschen von früher da. „Das familiäre Feeling, das FFH schon immer hatte, ist geblieben. Die Putzleute, die Techniker sind immer noch da.“

Kathrin Sawatzki braucht also keine lange Eingewöhnung: „Ich kenne den Laden, weiß, wie FFH tickt, kenne das Gebiet und bin da immer noch zu Hause – mit dem Herzen sowieso.“ Ab Januar wird sie an zwei Samstagen im Monat die Morningshow moderieren. „Das ist genau meine Zeit. Um 3 Uhr aufstehen, um 4 Uhr im Sender sein und um 5 Uhr auf Sendung gehen“, sagt die Steinheimerin mit einem Grinsen.

Weihnachten im ganz kleinen Kreis

Dann ist für den sechsjährigen Michael und den dreijährigen Simon Papa-Zeit. Kathrin Sawatzkis Mann Björn ist Klein-Auheimer. Der jüngere der beiden „Lausbuben“, wie die Moderatorin ihre Jungs gerne nennt, geht in den Waldkindergarten in der Fasanerie, Michael in den Großkrotzenburger Waldkindergarten hinter dem Kreuzburg-Gymnasium. Die beiden sind voller Weihnachtsvorfreude.

Das Fest wird in Steinheim coronagerecht gefeiert. „Es kommen nur meine Eltern aus Großwelzheim zu uns. Das sind auch die Einzigen, die wir in der Corona-Zeit treffen“, erzählt Kathrin Sawatzki. Zum ersten Mal verbringt sie Heiligabend ohne ihren Bruder sowie ohne Onkel und Tante. „Das ist komisch, geht aber nicht anders.“

Chor „Ton in Ton“ in Klein-Auheim muss pausieren

Auch der Kontakt mit ihren Chormitgliedern fehlt der Radiomoderatorin. Bei „Ton in Ton“ in Klein-Auheim ist sie erster Sopran. „Wir hatten so tolle Sachen geplant“, erzählt Kathrin Sawatzki von den vielen Weihnachtskonzerten, die rund um die Feiertage hätten stattfinden sollen.

Kathrin Sawatzkis peinlichster Radio-Moment

Im Sommer sitzt Kathrin Sawatzki gerne mit einem Eis in der Hand in der Steinheimer Altstadt am Brunnen, wie sie auf der FFH-Homepage verrät. Da kann sie dann ihren Jungs auch von ihrem bisher peinlichsten Radio-Moment erzählen: „Als Roland Koch mit drei Bodyguards im Studio bei Johannes Scherer und mir war und ich dringend aufs Klo musste. Ich bin abrupt vom Pult aufgesprungen, da ich ja wusste, dass ich in zwei Songs wieder zurück sein muss. Dieses plötzliche Aufspringen hätte fast dazu geführt, dass sich einer der Bodyguards auf mich gestürzt hätte.“

Eine lustige Erinnerung an ihre erste Zeit bei FFH, der die ehemalige Lindeau-Schülerin nach ihrem nach Hause kommen weitere Episoden hinzufügen kann.

Hatten schon vor 2010 eine gute gemeinsame FFH-Zeit, ob on air oder off air. Kathrin Sawatzki und Johannes Scherer nach einem FFH-Fallschirmsprung.

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