Fachbüro soll Varianten für Bereich an Wallonisch-Niederländischer-Kirche erarbeiten

Wie viele Stellplätze für Autos?

Hanau - Derzeit ist der Bereich um die Wallonisch-Niederländische Kirche vor allem eines: Parkplatz - ein viel genutzter und zu vielen Zeiten voll belegter dazu. In Zukunft soll das anders werden. Von Christian Spindler 

Das während der Verfahrens zum Innenstadt-Umbau (Wettbewerblicher Dialog) ausgegebene Ziel lautet: Das Areal an der Französischen Allee soll ein innerstädtischer Aufenthaltsbereich mit möglichst viel Grün und möglichst wenigen Autos werden. Wie viele Parkplätze es am Ende dort noch geben wird, ist die spannende Frage, die im Zuge der nun anlaufenden Planungen geklärt werden muss. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) hatte in einer Ausschreibung Fachbüros aufgefordert, sich um den Planungsauftrag zu bewerben. Die Angebote liegen mittlerweile vor, sagt Stadtentwickler Martin Bieberle. „In den nächsten Tagen wird entschieden, welches Büro den Planungsauftrag bekommt.“ Das Fachbüro soll unterschiedliche Varianten für die Gestaltung des Platzes um die Wallonisch-Niederländische Kirche erarbeiten und als Diskussionsgrundlage vorlegen.

Derzeit gibt es rund um die Kirche Stellplätze für 120 Pkw, zudem Längsparkplätze an den Straßen. Für Anwohner seien auch nach der Umgestaltung auf jeden Fall Parkplätze vorgesehen, sagt Bieberle. Wie viele es darüber hinaus geben wird, will man nach der Diskussion der Planungsvarianten festlegen. Zuletzt kamen vor allem aus dem Einzelhandel und von den Marktbeschickern Forderungen, möglichst viele der Stellplätze zu erhalten. Die unterschiedlichen Gestaltungsvarianten des beauftragten Planungsbüros, so heißt es in der Ausschreibung, sollen „in intensiven Dialogphasen mit Verwaltung, lokalen Akteure, Anliegern und politischen Gremien“ diskutiert werden. Voraussichtlich 15 Termine sind dafür vorgesehen.

In der Ausschreibung ist die Umgestaltung des Platzes mit 2,7 Millionen Euro beziffert, die der angrenzenden Straßen mit 1,6 Millionen. Nach der Planungs- und Diskussionsphase beginnen die eigentlichen Bauarbeiten, wenn die laufenden Wohnbauprojekte auf dem West- und Ostkarree an der Französischen Allee abgeschlossen sind, frühestens ab 2017. Herzstück der neuen Platzes soll ein begehbarer und als Sitzgruppe konzipierter Plan der Hanauer Neustadt werden. Der Entwurf stammt vom Bildhauer Claus Bury.

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