Streichelgehege vorerst noch geschlossen

Viele Familien mit Kindern strömen nach sieben Wochen Corona-Pause wieder in den Wildpark

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Unmittelbar nach der Öffnung um 9 Uhr verteilten sich gestern die ersten Familien im weitläufigen Wildparkgelände der Alten Fasanerie.

Nach rund sieben Wochen Corona-Pause hat seit gestern 9 Uhr der Wildpark Alte Fasanerie wieder geöffnet – vom Land Hessen und vom zuständigen Forstamt in Wolfgang hatte es kurz zuvor „grünes Licht“ für die Wiedereröffnung gegeben.

Beliebtes Entspannungsplätzchen: ein Picknick auf der Wiese vor dem Auerochsengehege.

Einen Riesenansturm gab es zwar nicht, dennoch standen pünktlich zur Öffnung die ersten Familien vor der Eingangstür. In der ersten Stunde bildete sich eine kleine Warteschlange, die allerdings von der Kasse problemlos bewältigt werden konnte. „Um 10 Uhr waren etwa 150 Besucher – Familien mit Kindern – im Wildpark“, schätzt die Fördervereinsvorsitzende Hannelore Moravec. Sie hatte als Dank für die Unterstützung ein Transparent aufgestellt, mit dem sich der Förderverein „sehr herzlich für die sehr wohlwollende Unterstützung“ während der Schließung bedankte.

 „Während dieser Zeit haben wir 29 neue Tierpatenschaften bekommen, mittlerweile sind es über 240“, freut sich Moravec. Der Name der Tierpaten – und für welchen Wildparkbewohner sie eine Patenschaft übernommen haben – ist in einem Schaukasten am Haupteingang zu sehen. 

Diverse Hygieneregeln müssen auch im Wildpark erfüllt werden

Auch Wildparkleiter Christian Schaefer ist überglücklich, dass der Wildpark unter Einhaltung von Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen nun wieder öffnen kann. Die Spielbereiche müssen zum Bedauern der Familien geschlossen bleiben. Eine Maskenpflicht besteht auch in der nächsten Zeit im Kassenbereich und den Toiletten, die von maximal drei Personen gleichzeitig besucht werden dürfen.

Das Personal des Wildparks demonstriert dem Fotografen die Mindestabstandsregel.

 „Jedes zweite Pissoir im Herrenbereich wurde aus Hygiene- und Abstandsregelgründen abgedeckt und auch die automatischen Lufthandtrockner wurden abmontiert“, erläutert Wildparkbiologin Dr. Marion Ebel, die am Morgen entlang der Holzbalustrade zum Haupteingang Flatterband-Abstandsmarkierungen anbrachte und mit Kreide auf dem Boden Markierungen im Abstand von 2,50 Metern aufzeichnete. 

Gäste müssen von den Tieren Abstand halten

„Um 10 Uhr waren die beiden Parkplätze am Haupteingang voll. Deswegen haben wir gegen 11 Uhr die zweite Wildparkkasse am Steinheimer Tor geöffnet.“ Die zweite Kasse soll auch in dieser Woche von etwa 11 bis 15

Mit Hinweisschildern wird auf Abstands- und Hygieneregeln hingewiesen.

Uhr geöffnet werden. Aus Hygienegründen wurde das Tor geöffnet, sodass ebenso wie am Haupteingang niemand an die Klinken greifen musste. Dennoch wurden die Klinken ebenso wie die Toiletten regelmäßig desinfiziert. 

Da die Menschen aufgrund der aktuellen Corona-Situation auch von den Tieren Abstand halten müssen, bleibt das bei Kindern beliebte Streichelgehege vorerst geschlossen. „Ebenso wie der Zugang zur Fasanenvoliere sowie die Innengehege mit Blick in die Fuchs- und Dachsbaus,“ sagt Ebel. Es gilt ein strenges Fütterungsverbot bei den Tieren und es werden deshalb auch keine Futtertüten an den Wildparkkassen verkauft. „Zudem fallen die beliebten Fütterungstreffpunkte bei Wölfen, Luchsen und vielen Kleintieren weiterhin aus“, ergänzt Ebel. 

Glücklich waren am Montag vor allem der Imbisshüttenbetreiber sowie das Personal in den entlang des 14 Kilometer Wildparkwegenetz stehenden mobilen Buden, die nach langer Pause nun endlich wieder kleine Snacks, Eis und Getränke verkaufen konnten. Das Forstmuseum bleibt aufgrund seiner engen Platzverhältnisse vorerst geschlossen.

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