Teurer Abriss des Karrees

Hanau - Die Arbeiten zum Abriss des Westkarrees an der Französichen Allee sind angelaufen. Zum 1. März kommenden Jahres soll auf dem Gelände ein provisorischer Parkplatz in Betrieb genommen werden. Von Christian Spindler

Gestern befasste sich der Magistrat mit den weiteren Schritten. Auf Nachfrage bei der städtischen Pressestelle erfuhr unsere Zeitung: Die Abrissrarbeiten, die die Stadt bezahlen muss, werden erheblich teurer als die bisher genannten gut 400.000 Euro. Nun ist von etwa 700.000 Euro die Rede. Bekanntlich verkauft die Stadt das Westkarree-Gelände dann an den Investor Bouwfonds, der dort 150 neue Wohnungen errichten sowie eine Tiefgarage bauen will.

1,8 Millionen Euro soll Bouwfonds der Stadt für das Gelände an der Wallonisch-Niederländischen Kirche bezahlen. Der Magistrat hat in seiner gestrigen Sitzung dem Kaufvertrag zugestimmt, so die Pressestelle auf Anfrage. Das Stadtparlament soll den Verkauf in seiner nächsten Sitzung absegnen.

Bis voraussichtlich Anfang 2014 wird die Stadt das Gelände des Westkarrees als Ausweich-Parkplatz mit 160 Stellplätzen nutzen. Das Parken dort wird gebührenpflichtig.

Noch läuft, wie berichtet, eine gerichtliche Auseinandersetzung, nachdem die letzten verbliebenen Mieter aus den maroden Blocks nicht ausziehen wollen. Die städtische Baugesellschaft hat Räumungsklagen angestrengt. Anfang Dezember soll vor dem Amtsgericht weiter verhandelt werden. Die Abbrucharbeiten der übrigen Westkarree-Gebäude und das Herrichten der Parkplatzes könne ungeachtet dessen erfolgen, erklärte gestern die Magistratssprecherin.

Da im Zuge des Markplatz-Umbaus, der im kommenden Frühjahr anläuft, die dortige Tiefgarage mehrere Monate lang nicht zur Verfügung stehen wird, wird der Ausweich-Parkplatz benötigt. Die Tiefgarage wird mit Millionen-Aufwand komplett saniert.

Auf dem Marktplatz werden zunächst die Gebäude auf der Ostseite (vor Kaufhof) abgerissen. Dort errichtet die Stadt für 2,7 Millionen Euro einen fast acht Meter hohen gläsernen Neubau über die gesamte Platzlänge. Neben Geschäften wird ein Lokal einziehen, das ebenfalls vom Betreiber des „Café Central“ geführt werden soll.

Ab Frühjahr 2014 wird dann das „Café Central“ überbaut mit einem Pendant zum Gebäude auf der Ostseite.

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