Das Ehrenamt hat viele Gesichter.

Tierische Helfer im Wohnstift

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Mit Jack und Frieda ein gern gesehener Gast: Regelmäßig kommt der Rechtsanwalt und Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Hanau, Prof. Dr. Michael Weller (Mitte), mit seinen Hunden ins Wohnstift Hanau. 

Ohne Ehrenamtliche ginge an vielen Stellen nichts. Das soll auch der 14.Hanauer Freiwilligentag deutlich machen, an dem gezeigt wird, wie vielseitig das Ehrenamt ist (siehe Bericht unten). Und manchmal gibt es sogar tierische Helfer.

Hanau – Jack und Frieda besuchen regelmäßig Bewohnerinnen und Bewohner des Hanauer Wohnstifts an der Lortzingstraße. Jack ist ein Berner-Sennhund-Rüde, Frieda eine Golden-Retriever-Hündin. Beide gehören Prof. Dr. Michael Weller, seines Zeichens Vorsitzender des Hanauer Seniorenbeirats. Weller und seine Hunde sind gerne gesehene Gäste in Hanaus größtem Altenheim. Bereits seit gut drei Jahren kommt das Trio regelmäßig ins Wohnstift. Prof. Weller gibt den Bewohnerinnen und Bewohnern damit die Gelegenheit, sich spielerisch mit seinen Hunden zu beschäftigen. Das macht den Bewohnern nicht nur sichtlich Spaß, bei vielen – insbesondere auch bei Demenzpatienten – kommen beim Spiel mit Jack und Frieda auch alte Erinnerungen hoch.

Besuch auf der Demenzstation 

Die Besuchsstunden finden stets montags von 9.30 bis 10.30 Uhr in den Gemeinschaftsräumen des Wohnstifts statt. Das Angebot steht grundsätzlich allen Bewohnern der Pflegeeinrichtung offen. Jeden zweiten Montag im Monat finden die Besuchsstunden zudem auch auf der Demenzstation statt. Bis zu 16 Personen nehmen an den Besuchsstunden teil. Fünf Bewohner kommen derzeit regelmäßig, die anderen nutzen das Angebot nach Lust und Laune.

In den vergangenen drei Jahren hatten Prof. Weller und seine Hunde Jack und Frieda Kontakt mit mindestens 50 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnstifts. Oft ist es so, dass die Teilnehmer an den Besuchsstunden dabei Erinnerungen austauschen über frühere, eigene Erlebnisse mit Hunden und anderen Haustieren. Und sie treten in einen „Dialog“ ein mit den Tieren, die durch ihre offene, freundliche Art sofort einen Zugang zu den älteren Menschen finden.

Besondere Nähe und Wärme 

Von großer Bedeutung ist dabei auch das Streicheln von Frieda und Jack, die das sehr ruhig und absolut zutraulich genießen. Menschen sind die beiden Hunde von Haus aus gewöhnt und sie gehorchen aufs Wort. Wo es gewünscht ist, setzen sich die beiden Tiere eng an die Senioren und lassen sich „verwöhnen“. Die Senioren können dabei ruhig auch einmal tief ins Fell der Tiere greifen - das schafft eine besondere Nähe und Wärme und wird gerade von Bewohnern mit Arthrose in den Fingern als angenehm empfunden. Dabei hat während der Besuchsstunden jeder einmal die Chance, die Tiere zu streicheln. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnstifts sind die Besuche stets eine willkommene Ablenkung im Alltag der Pflegeeinrichtung.  

did

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