Musical Family begeistert in TSV-Halle

Totentanz für die Liebe

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Bestens aufgelegt zeigten sich die Akteure der Musical Family bei ihrer Wiederaufnahme des Musicals rund um die schräge „Addams Family“.

Klein-Auheim/Steinheim - Da mussten sogar die Toten aus der Familiengruft tatkräftig mithelfen, um die Liebesgeschichte zwischen Wednesday Addams und dem „normalen“ Menschensohn Lukas zu einem guten Ende zu bringen.

Die Neuauflage des Musicals über die schräge „Addams Family“ in der TSV-Halle Klein-Auheim bot den vielen hundert Besucher an drei Abenden beste Unterhaltung. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Musical Family des Steinheimer CCSW das skurrile Stück auf die Bühne gebracht. Mit so großem Erfolg, dass in diesem Jahr die Wiederaufnahme vorgenommen wurde. Und die Zugkraft der Familie, die sich gerne in Schwarz kleidet, Folterinstrumente aus den Zeiten der Inquisition im Keller hortet und überhaupt sehr unüblichen Gepflogenheiten nachgeht, hat in der Inszenierung der engagierten Theatermacher der Musical Family nicht verloren.

Zu komisch die sich anbahnende Verbindung zwischen Addams-Tochter Wednesday und Lukas, zu groß die Komplikationen, wenn die „schwarze“ Welt auf die Welt der Normalos trifft. Da muss der glatzköpfige Onkel Fester auch schon mal die toten Ahnen aus der Gruft lassen, damit sie im Spiel der Herzen segensreich eingreifen.

Die Akteure zeigten sich bestens aufgelegt in der mit aufwändigen und stimmigen Licht- und Toneffekten angereicherten Inszenierung. Selbst schwierige Gesangs- und emotionsgeladene Passagen wurden in professioneller Manier dargeboten. Ein großes Vergnügen für die Zuschauer, die auch Zeuge schneller und effektiver Bühnenumbauten wurden.

Das kann nur funktionieren, so Sarah Kriegel vom 18- köpfigen Ensemble in ihrer Begrüßung, wenn jeder einzelne alles gibt. „Wir haben keine Zweitbesetzung.“ Das heißt also für die Akteure, auch bei Unwohlsein auf der Bühne stehen und zur Probe erscheinen. Geprobt wird, so Kriegel, montags von 18 bis 22 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Großkrotzenburg. Dazu kommen Sonderproben und Treffen, bei denen es um Bühnenbau und andere Belange der jeweiligen Aufführungen geht.

Was die Musical Familiy derzeit dringend sucht, ist ein Lagerraum „mit Strom- und Wasseranschluss“. Der letzte habe aus Kostengründen aufgegeben werden müssen, so Kriegel. (dk)

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