Für 3,6 Millionen Euro

„Trotz Corona im Zeitplan“: Hanauer Schulen bekommen schnelleres Internet

Nicht jedes Kind hat gut funktionierendes Internet, um von zu Hause aus arbeiten zu können.
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Die Schulen in Hanau werden mit schnellerem Internet ausgestattet.

Schweres Baugerät steht im Hof der Hohen Landesschule. Die Schule wird ans Glasfasernetz angeschlossen. Darauf hat man dort lange gewartet. Bis Jahressende sollen die meisten Hanauer Schulen mit schnellem Internet versorgt sein.

Die Breitbandanbindung der Hanauer Schulen ist integraler Bestandteil der Umsetzung des Digitalpaktes Schule. Im Februar hatte die Stadtverordnetenversammlung das Medienkonzept der Stadt Hanau beschlossen, das auch den Zeitplan zum Anschluss aller Schulen in Trägerschaft der Stadt Hanau sowie der im Schulzweckverband getragenen Berufsschulen an das städtische Glasfasernetz vorgibt. Die Kosten von rund 3,6 Millionen Euro trägt die Stadt Hanau. Für Leitungsverlegung und Planung bis zum Gebäude zeichnet die Stadtwerke-Tochter Hanau Netz GmbH verantwortlich, die Projektsteuerung liegt indes in den Händen des IT-Service der Beteiligungsholding Hanau (bhg.it).

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) versichert: „Wir erfüllen das Hessische Digitalpakt-Schule-Gesetz rasch mit Leben.“ Das leistungsfähigere Netz diene nicht nur dazu, die pädagogische Arbeit zu verbessern, sondern optimiere auch die internen Verwaltungsstrukturen. Ziel sei es, alle 25 städtischen Schulen und die beiden Schulen des Zweckverbands mit einer Top-IT-Infrastruktur zu versorgen.

Dazu gehört, dass es in allen Schulen künftig flächendeckendes WLAN geben soll. Innerhalb der Gebäude werden die dafür erforderlichen Netzwerkkomponenten aufgebaut, damit man in Schulen auch mobile Endgeräte oder Computer entsprechend nutzen kann.

Zudem werden die Schulen im Zuge der Baumaßnahmen auch elektrotechnisch so ertüchtigt, dass in allen Klassenräumen auch der notwendige Strom für die digitalen Geräte zur Verfügung steht. Für den Support steht ein IT-Schulteam der BeteiligungsHolding Hanau GmbH zur Verfügung, das sich um die Belange der Schulen kümmert und Ansprechpartner bei eventuellen Problemen ist. Dazu soll es künftig auch eine eigene Service-Hotline geben, an die sich die IT-Beauftragten nebst Schulleitung richten können.

Die Anschlussarbeiten an das städtische Glasfasernetz sind nach Angaben von Bürgermeister Weiss-Thiel trotz der Corona-Pandemie noch im Plan. Bereits am städtischen Glasfasernetz angebunden sind die Brüder-Grimm-Schule, die Karl-Rehbein-Schule und ihre Dependance, das Schulzentrum Hessen-Homburg, die Elisabeth-Schmitz-Schule / Robinsonschule, die Ludwig-Geissler-Schule und die Pestalozzischule.

Bis Jahressende noch angeschlossen werden die Hohe Landesschule inklusive der August-Schärrtner-Halle, die Otto-Hahn-Schule, die Wilhelm-Geibel-Schule, die Lindenauschule inklusive Sporthalle am Spitzenweg, die Eugen-Kaiser-Schule, die Erich-Kästner-Schule mit der Sporthalle an den Güntherteichen sowie die Kaufmännischen Schulen Hanau.  did

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