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Uniformen von der Küste

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In neuen Uniformen und mit Elektro-Fahrrädern sind die Hanauer Stadtpolizisten auf den Straßen unterwegs.
In neuen Uniformen und mit Elektro-Fahrrädern sind die Hanauer Stadtpolizisten auf den Straßen unterwegs. © Diel

Hanau - Sie schreiten gegen Falschparker, Hundekot, Randalierer oder Dealer ein, die 20 Mitarbeiter der Stadtpolizei. Von Erwin Diel

Nach einjähriger Vorbereitung ist die Umstrukturierung des Hanauer Ordnungsamtes abgeschlossen, die den früheren Hilfspolizisten im Streifendienst deutlich mehr Aufgaben zuweist als nur die Kontrolle des ruhenden Verkehrs. Ziel des auch erheblichen personellen Aufwands: Die Bürger sollen sich in der Stadt sicherer fühlen. Dabei gehe es nicht um Strafermittlung oder Strafverfolgung, der „präventive Charakter ist die überragende Aufgabenstellung“, sagte OB und Ordnungsdezernent Claus Kaminsky (SPD). Gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Thorsten Wünschmann stellte der Rathauschef gestern die neuen Strukturen, die Uniformen und die Dienstfahrzeuge, darunter zwei Elektro-Fahrräder, vor.

Zwei Dienstbereiche sind gebildet und mit jeweils fünf neu eingestellten Mitarbeitern zusätzlich aufgerüstet worden. Eine Gruppe kümmert sich im Schwerpunkt um die Verkehrsüberwachung, eine betreut den Aspekt Sicherheit und Ordnung. Neue Stellen seien dafür nicht geschaffen worden. Bestehende Stellenbesetzungssperren liefen aus, in zwei Fällen seien solche Sperren aufgehoben worden.

Einsatzgebiet der Stadtpolizei

Einsatzgebiet der Stadtpolizei sind die Straßen. Jeweils fünf Kräfte sind montags bis samstags von 6.30 bis 21.30 Uhr auf Streife. Zu dieser Zeit ist auch die Einsatzleitung besetzt, die für Bürger unter Telefon 06181/2951900 zu erreichen ist. Bei Veranstaltungen und als Reaktion auf akute Beschwerden können die Einsatzzeiten angepasst und auch ausgedehnt werden. Mit den Mitarbeitern seien flexible Dienstzeiten vereinbart worden, sagte Kaminsky.

Weitergeführt werde das „Hanauer Modell“, gemischte Streifen aus Stadt- und staatlicher Polizei. Zwei Doppelstreifen seien täglich im Stadtgebiet unterwegs, bevorzugtes Einsatzgebiet seien die Fußgängerzonen, sagte Wünschmann. Bei ihrer Streifentätigkeit stimme sich die Stadtpolizei eng mit der staatlichen Polizei ab, um das vorhandene Personal optimal einzusetzen. Ein solche Kooperation gab es zuletzt bei Streifengängen am Hauptfriedhof, nachdem dort eine Raubserie für Unruhe sorgte. Die städtischen Kräfte im Bereich Sicherheit und Ordnung hätten die gleichen Befugnisse wie Polizeibeamte, sagte Wünschmann. Sie könnten sogar Schusswaffen tragen, sind aber nur mit Gummiknüppel, Pfefferspray und Handschellen ausgerüstet.

Unbedachte Worte zu Polizisten können kosten

Unterwegs sind die Stadtpolizisten in den dunkelblauen Polizeiuniformen der Küstenländer. Lieferant ist das Logistikzentrum der Polizei Niedersachsen, nachdem eine Beschaffung bei den entsprechenden Stellen in Hessen kurz vor Vertragsabschluss scheiterte.

Die neuen Mitarbeiter kommen aus unterschiedlichen Berufen. Das Spektrum reicht von der Verwaltungsangestellten über den Rettungsassistenten, den Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes bis zum Einzelhandelskaufmann. Zehn Monate dauerte die Ausbildung. Ein türkisch sprechender Stadtpolizist ist nicht dabei, obwohl Wünschmann das angesichts der Hanauer Bevölkerungsstruktur ausdrücklich befürwortete. Bewerber seien im Auswahlverfahren gescheitert.

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