Fachwerk-Kleinod erneut beschädigt

Vandalismus am Türmchen hört nicht auf

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Das denkmalgeschützte Zolltürmchen am Steinheimer Schlossgarten ist ständiges Ziel von Vandalen. Erst kürzlich saniert, ist es nun schon wieder beschmiert.

Steinheim - Kaum saniert und schon wieder beschmiert – der Vandalismus am Zolltürmchen im Steinheimer Schlossgarten hört nicht auf.

Die Stadt Hanau und der Heimat- und Geschichtsverein Steinheim müssen fast tatenlos mit ansehen, wie ihre Arbeit zum Erhalt des denkmalgeschützten Kleinods immer wieder torpediert wird. Zum wiederholten Mal haben Unbekannte in den vergangenen Wochen Schmierereien auf der gerade erst sanierten Außenfassade, an den Balken sowie an der Bruchsteinmauer im unteren Teil des Zolltürmchens hinterlassen. Und nicht nur das: Die Vandalen haben von unten auch Teile des Verputzes aus dem Boden des Türmchens herausgeschlagen, das im 18. Jahrhundert als Gartenpavillon des Schlosses genutzt wurde.

Die Schäden am Putz haben Gernot Gesser und seine Mitstreiter vom Bauausschuss des Heimat- und Geschichtsvereins, der sich seit Jahren mit großem Engagement um den Erhalt des Türmchens kümmert, mit einem Verputz aus einem Lehm-Stroh-Gemisch wieder fachgerecht ausgebessert. Es fehlt nur noch der Anstrich der geflickten Stellen.

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Auch die restlichen Schmierereien sollen übermalt werden. Aber der Kampf gegen die Spuren des Vandalismus am Zolltürmchen gleicht einer Sisyphos-Arbeit. Erst im Frühjahr 2015 hatte die Stadt Hanau rund 11.000 Euro in die Sanierung des kleinen Fachwerk-Häuschens investiert. Dazu zählte damals auch die Anbringung neuer Sandsteinbänke im offenen Untergeschoss des Türmchens. Doch schon wenige Wochen später hatten Unbekannte die Kanten der Bänke abgeschlagen und richteten einen Schaden von rund 2000 Euro an.

Nun erwägt die Stadt, den Zugang zum Schlossgarten nachts abzusperren. Ungeklärt, so ein Stadtsprecher, sei aber noch, wer den Schließdienst übernimmt. Gemeinsam mit Ortsbeirat und HGV wolle man nach Lösungen suchen. (did)

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