„Verein für ganze Familie“

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Die Silberne Ehrenplakette des Hessischen Ministerpräsidenten überreichte OB Claus Kaminsky an den Ehrenvorsitzenden Wolfgang Rubin und den amtierenden Germania-Vorsitzenden Christoph Hieb.

Steinheim (hoh) ‐ Mit rund 150 Gästen aus Sport, Politik und Gesellschaft feierte die SG Germania Steinheim im Vereinszelt am Hellenhang ihre Akademische Feier zum 100-jährigen Vereinsjubiläum.

Festreden und Glückwünsche, aber auch Gesang und Slapstick sowie Ehrungen bestimmten den kurzweiligen Festakt, durch den Ehrenvorsitzender Wolfgang Rubin führte.

Nach der Begrüßung durch den Gesangverein Olympia, der gemeinsam mit seinem Bruderverein Harmonie aus Klein-Auheim von der Festzeltbühne sängerische Glückwünsche übermittelte, eröffnete Oberbürgermeister Claus Kaminsky als Festredner den Glückwunschreigen. Die Germania habe eine überragende gesellschaftliche Leistung erbracht, lobte Kaminsky. Als Geburtstagsgeschenk hatte Kaminsky den Germanen die Silberne Ehrenplakette des Hessischen Ministerpräsidenten mitgebracht.

Mit Ehrennadeln zeichnete der Hessische Fußballverband verdiente Mitglieder der SG Germania Steinheim anlässlich der Akademischen Feuer zum 100-jährigen Bestehen des Vereins aus.

Unterhaltsam ließ der Ehrenvorsitzende Rubin die wechselvolle Germania-Geschichte Revue passieren. Der Traditionsverein, der 1910 von einer Handvoll Männer im Gasthaus „Grüner Baum“ in Klein-Auheim als FC Germania Steinheim gegründet wurde, musste bereits vier Jahre später wegen des 1. Weltkriegs und erneut 1939 den Spielbetrieb einstellen. Das Auf und Ab der Germania hielt auch in der Nachkriegszeit an. Erst nachdem am Hellenhang eine Tonfirma ihre Förderung einstellte, reaktivierten 1967 einige Männer den Verein. Mit viel Mühe wurde die Mondlandschaft aus Tonkratern in einen Fußballplatz umgestaltet. Mehrere Fusionsversuche scheiterten, erst der mit dem Sportverein Steinheim, dann ein weiterer mit der SG Steinheim. Erst 1999 war die Fusion des FC Germania mit der SG Steinheim zur SG Germania Steinheim von Erfolg gekrönt.

„Das Wir-Gefühl soll nie verloren gehen.“

Glückwünsche des Ortsbeirats überbrachte die stellvertretende Ortsvorsteherin Sabine Busch. Sie bezeichnete die Germania als „Verein für die ganze Familie“, in dem Veteranen, Aktive und Jugend erfolgreich zusammenwirken. „Das „Wir-Gefühl“ soll nie verloren gehen“, wünschte Busch.

Stellvertretend für die 270 Vereine im Sportkreis Hanau überbrachte dessen Vorsitzender Stefan Bahn die Glückwünsche. Mitgebracht hatte er die Ehrenurkunde des Landessportbundes, einen Gutschein für einen Übungsleiterkurs und den neuen Wimpel des Sportkreis Hanau. Der Abteilungsleiterin der Schwimmfrauen Uschi Weiß überreichte er eine Ehrenurkunde. Seit 1975 gibt es die Abteilung der „Germania-Schwimmfrauen.

Vom 4. bis 6. Juni findet auf dem Vereinsgelände der Germania das große Festwochenende zum 100. Geburtstag statt.

Zum Auftakt spielt am Freitag ab 19 Uhr die Band „Helium 6“.

Samstag stehen die AH-Stadtmeisterschaft und ein Spanischer Abend auf dem Programm.

Auch sonntags gibt’s zum Frühschoppen Live-Musik.

Glückwünsche überbrachte auch der Hessische Fußballverband (HFV) durch Torsten Becker und Kreisfußballwart Karl-Heinz Kohls. Die Germania habe mit bescheidenen Mitteln viel erreicht. Auch wurde das soziale Engagement der SG Germania gewürdigt. Germania-Mitglied Sabine Busch hatte die Aktion „Der versteckte Punkt“ zugunsten Benachteiligter initiiert. Sie erhielt für ihr Engagement ebenso die Bronze Ehrennadel des HFV wie Horst Busch, Dieter Dutiné, Horst Palme, Roman Busch, Jürgen Nickel, Norbert Mohn, die sich als Vorstandsmitgliedern vielfältig engagiert hatten.

Die „Mutter des Vereins“

HFV-Ehrenbriefe wurden an die „Mutter des Vereins“, Helga Schmitt, Schwimmfrau Annelore Weiß und Johann Hofmann überreicht. Zur Jubelfeier war auch der ehemalige Germania-Vorsitzende Helmut Lang aus dem Schwarzwald angereist. Er hatte den Aufbau der Germania nach dem 2.Weltkrieg maßgeblich vorangetrieben und überreichte als Präsent das Ortsschild „Steinheim / Kreis Offenbach“

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