„Schwein“ und „Reinkarnation Hitlers“

Vierjähriger grausam getötet: 70-Jährige angeklagt

Hanau - Nach einem grausamen Mord an einem 4 Jahre alten Jungen in Hanau hat die Staatsanwaltschaft rund 29 Jahre nach der Tat Anklage gegen eine 70-Jährige erhoben. Die Vorwürfe gegen die Beschuldigte sind schrecklich.

Die Staatsanwaltschaft Hanau hat gegen eine 70 Jahre alte Frau wegen Mordes an einem vierjährigen Jungen in Hanau Anklage beim Landgericht (Schwurgericht) erhoben. Der Beschuldigten wird laut Polizei vorgeworfen, am 17. August 1988 ein Kind, das ihr von dessen Mutter in Obhut gegeben worden war, grausam getötet zu haben. Die schrecklichen Details: Die Frau soll den Vierjährigen in ein Badezimmer zum Mittagsschlaf gelegt haben. Sie schnürte dem Jungen einen Leinensack bis über den Kopf und überließ ihn laut Staatsanwaltschaft seinem Schicksal. Das Kind geriet in Panik und schrie. Zur Hilfe kam jedoch niemand. Die 70-Jährige bezeichnete das Kind in der sektenähnlichen Gemeinschaft, in der sie lebt(e) und deren „Anführerin“ sie war (und ist) unter anderem als „Schwein“ und „Reinkarnation Hitlers“ und ging davon aus, dass der Bub von „den Dunklen besessen“ sei. (dr)

Exorzismus-Fälle: Todesfälle und Todesdrohung

Rubriklistenbild: © dpa

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