„Extented Virtual Reality Store“ im Forum

Europas erstes virtuelles Autohaus in Hanau eröffnet

Im europaweit ersten „Extended Virtual Reality Store“ in Hanau können Besucher ihr Traumauto konfigurieren.  - Foto: Kögel
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Im europaweit ersten „Extended Virtual Reality Store“ in Hanau können Besucher ihr Traumauto konfigurieren.

Hanau - Neue Wege im Kundenservice geht das Frankfurter Ford-Autohaus „Hessengarage“ in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur „Autoactiva GmbH“ aus Hanau.

Im Untergeschoss des Einkaufszentrums Forum Hanau am Freiheitsplatz eröffneten die Kooperationspartner gestern auf 61 Quadratmetern den europaweit ersten „Extended Virtual Reality Store“, der von „Autoactiva“ erarbeitet und umgesetzt worden ist.

Für den Kunden bietet sich so die Möglichkeit, seinen Traumwagen mit Wunschausstattung per Klick auf den Controllern kennenzulernen und auszustatten. Mit der 3D-Brille vor den Augen bewegt sich der Kunde im Autoinnenraum, hat alle Bedienelemente im Blick, kann auch die optische Wirkung der gewählten Konfiguration überprüfen.

„Wir haben damit ein ganz neues Konzept gewählt, die Fahrzeuge zu präsentieren,“ sagte Doreen Wollenhaupt, Assistenz der Geschäftsführung von „Hessengarage,“ gestern zur Eröffnung des Stores. Der Kunde finde so sein Autohaus im Zentrum einer Stadt, müsse nicht in Außenbereiche fahren, wo in der Regel der nötige Platz für die Bereitstellung der Fahrzeuge vorhanden sei.

„Wir werden da sein, wo der Kunde ist,“ so Autoactiva-Geschäftsführer Leonhard Paul, dessen Firma in den vergangenen Jahren rund 300 Fahrzeugmodelle digital erfasst und in das jetzt betriebsbereite Programm aufgenommen habe. Etwa 4 000 Perspektiven seien pro Modell aufgenommen worden, 16 Farben stehen bei der virtuellen Auswahl zur Verfügung, die „Präsentation auf kleinster Fläche“ sei so möglich.

Sogar im Trailer lasse sich die Technik dorthin bringen, wo sie verlangt werde. „Das wird kommen,“ ist sich Leonhard Paul sicher. Zumal der Kunde in den virtuellen Autohäusern nicht alleine gelassen wird. Bis zu drei Fachkräfte stehen beispielsweise zu den Hauptzeiten im Hanauer Forum zur Verfügung, um sowohl in die Technik einzuführen als auch Verkaufsgespräche zu führen. Die reale Probefahrt sei auch möglich. Im Parkhaus des Forums halte die Firma „Hessengarage“ dafür einige Modelle vor.

Geräte mit Virtual Reality im Überblick

Die VR-Brille Daydream von Google ist eine bequemere Variante zu Cardboard, die mit einem lizensierten Smartphone genutzt werden kann. Foto: Franziska Gabbert
Google Cardboard ist die günstigste Variante, Virtuelle Realität zu erleben - aber auch die unbequemste. Foto: Christin Klose
Die Oculus Rift hat eigene, sogenannte Touch-Controller, die speziell für VR entwickelt wurden. Foto: Henning Kaiser
Google Daydream benötigt ein Smartphone, das vorne in der Brille eingesetzt wird. Foto: Franziska Gabbert
Geräte mit Virtual Reality im Überblick

Für Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky „ein Stück Zukunft, das hier heute passiert.“ Es sei wichtig, dass der Einzelhandel neue Wege gehe. Denn „es muss ihm gelingen, besondere Einkaufserlebnisse zu schaffen“. Die Stadt könne für Infrastruktur sorgen, aber der Handel „muss mitziehen.“ (dk)

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