Pipa: „Ehrenamtliche Kräfte entlasten“

Vorerst kein Notquartier für Flüchtlinge in Maintal

Main-Kinzig-Kreis - Der Main-Kinzig-Kreis wird zunächst keine Notunterkunft für Flüchtlinge in Maintal einrichten.

Die Entscheidung basiere auf einer Mitteilung der Staatskanzlei, dass nach den „derzeitigen Zugangsprognosen bis auf weiteres keine Einsatzbefehle nach dem Katastrophenschutzgesetz erteilt werden“, meldet des Kreispressedienst. Gleichzeitig kam aus Wiesbaden das Angebot, die vorbereiteten Gebäude zu übernehmen. Bisher hatten die Landkreise diese Notunterkünfte im Auftrag des Innenministeriums betrieben und die Kosten erstattet bekommen. „Aufgrund der neuen Ausgangslage wollen wir nun erst einmal die ehrenamtliche Kräfte entlasten“, kündigt Landrat Pipa (SPD) an.

Der Kreis wartet nun auf die Bestätigung, dass die Landesregierung den Mietvertrag für die Gebäude im Gewerbegebiet Hochstadt übernimmt. Grundlage für die Pläne rund um das ehemalige Firmengelände war ein Schreiben des Hessischen Flüchtlingskoordinators, Axel Wintermeyer, der im November die Einrichtung weiterer Notunterkünfte für unbedingt notwendig erklärte. Angekündigt wurde, dass „zur Bewältigung des aktuellen Zugangsgeschehens in Hessen durchschnittlich zwei bis drei Einsatzbefehle pro Woche“ erforderlich seien.

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Der Kreis wurde auf der beigefügten Liste auf Platz fünf geführt. Die Prognosen sind offensichtlich überholt. Nun gehe es darum, die Kräfte zu bündeln für die Betreuung der Asylsuchenden, die dem Kreis wöchentlich von der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen zugewiesen werden. 170 bis 220 Personen müssen jeweils an die Kommunen verteilt werden.  (cs)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: Strohfeldt

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