100 Einsatzkräfte vor Ort

Waldbrand an drei Stellen im Großauheimer Stadtwald

Löscheinsatz: Die Brandursache war gestern noch nicht bekannt. Durch die Trockenheit kann schon die Reflexion einer Glasscherbe einen Waldbrand verursachen.   - Foto: Schilling
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Löscheinsatz: Die Brandursache war gestern noch nicht bekannt. Durch die Trockenheit kann schon die Reflexion einer Glasscherbe einen Waldbrand verursachen.

Großauheim - Auf dem Parkplatz an der B8 kurz vor dem Neuwirtshaus stehen Autos und Lkw der Feuerwehr und Polizei. Eine Gruppe aus Feuerwehrleuten und Polizisten bespricht sich. Im Großauheimer Stadtwald brennt es. Mehrere tausend Quadratmeter sind betroffen. Von Sebastian Schilling

„Wir sind alarmiert worden, weil eine Rauchentwicklung an der B8 gemeldet worden ist“, berichtet Peter Hack, Leiter der Feuerwehr Hanau. Gleichzeitig sei die Feuerwehr in Kahl alarmiert worden, da in dem Waldstück die Grenze zwischen Hessen und Bayern verläuft. „Mit der Unterstützung des Polizeihubschraubers, haben wir festgestellt, dass es in drei Abteilungen brennt“, sagt Hack. 6000 Quadratmeter Wald seien betroffen, habe der Förster ausgrechnet. „Zum Teil in einer Kieferschonung, wo sich das Feuer schnell ausbreitet.“ Ein weiterer Polizeihubschrauber habe versucht, die Feuerwehr beim Löschen mit einem Wasserbehälter zu unterstützen. Doch das habe nicht den gewünschten Erfolg gezeigt: „Der Baumbewuchs ist teilweise so dicht, dass das Wasser gar nicht bis unten hin kommt.“

Etwa 100 Einsatzkräfte sind heute Nachmittag im Einsatz. Neben den Feuerwehren aus Hanau und Kahl sind auch die Wehren aus Großkrotzenburg, Alzenau, Langenselbold und Maintal mit Tanklöschfahrzeugen vor Ort. Dazu kommen noch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und des Hanau Infrastruktur Service, der den Einsatz mit zwei Tankwagen unterstützt, deren Tanks jeweils 10.000 Liter fassen. „Die setzen wir im Pendelverkehr ein,“ sagte Hack. „Wir haben eine zentrale Stelle im Wald, von wo aus wir die Einsatzkräfte mit Löschwasser versorgen.“

An manchen Stellen raucht es noch. Wo schon gelöscht wurde, sieht man schwarze Erde und verkohlte Baumstümpfe. Wenn alles gelöscht ist, muss die Feuerwehr noch einige Stunden lang immer wieder kontrollieren, ob es nicht erneut anfängt zu brennen. In den kommenden Tagen wird es noch heißer werden, Regen ist nicht in Sicht. Die Feuerwehren der Stadt und des Kreises werden sich auf weitere Wald- und Flächenbrände einstellen müssen.

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